Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

352

P  f  i  z  m  a  i  e  r.

Rolle  des  mennigrothen  Buclies  der  neun  Dreifiisse,  eine  Rolle  des
Buches  des  Goldsafts.
Der  Gebieter  von  dem  Geschlechte  Tsching,  den  ich  zum  Lehrer ­
  genommen,  ist  der  Schüler  des  Fürsten  der  Unsterblichen.  Ich
habe  es  ferner  von  dem  Großoheim  empfangen.  Mein  Haus  war
jedoch  arm,  ich  hatte  nicht  die  Mittel,  um  Arzneistoffe  kaufen  zu
können.  Ich  diente  ihm  in  eigener  Person,  besprengte  und  fegte.
Nachdem  ich  lange  Zeit  verbracht,  errichtete  ich  in  dem  Gebirge  des
Anhäufens  der  Pferde  'einen  Altar,  beschwor  den  Vertrag  und  empfing
den  Weg.  Zugleich  hatte  ich  in  Bereitschaft  alles,  was  er  mündlich
entschied  und  nicht  niedergeschreiben  hatte.  Diese  Bücher,  welche  im
Osten  des  Stromes  früher  nicht  vorhanden  waren,  stammen  von  Tsoths'e.
  Thse  übergab  sie  dem  Großoheim,  dem  Fürsten  der  Unsterblichen.
Der  Fürst  der  Unsterblichen  übergab  sie  dem  Gebieter  von  dem  Geschlechte ­
  Tsching.  Der  Gebieter  von  dem  Geschlechte  Tsching  übergab ­
  sie  mir.  Desswegen  ist  unter  den  anderen  Männern  des  Weges
durchaus  keiner,  der  davon  weiss.  Hier  entlehnt  und  erstrebt  man
nämlich  äussere  Dinge,  um  sich  zu  befestigen.
Es  gibt  wieder  den  göttlichen  Mennig  des  großen  Klaren.  Die
Vorschriften  für  denselben  stammen  von  dem  ursprünglichen  Gebieter.
Der  ursprüngliche  Gebieter  ist  der  Lehrer  Lao-tse’s.  Das  von  dem
grossen  Klaren  handelnde  Buch  der  Betrachtung  des  Himmels  hat  neun
Hefte.  Es  heisst,  nach  den  oberen  drei  Heften  könne  nicht  gelehrt
werden.  Die  mittleren  drei  Hefte  haben  für  das  Zeitalter  nichts,  das
der  Überlieferung  werth  wäre.  Man  solle  sie  versenken  in  die  drei
Quellen.  Die  unteren  drei  Hefte  sind  eben  das  Buch  des  Mennigs.  Dieses
Buch  sagt:  Die  obersten  Männer,  welche  den  Weg  erlangen,  steigen
empor  und  werden  Obrigkeiten  des  Himmels.  Die  mittleren  Männer,
welche  den  Weg  erlangen,  lassen  sich  nieder  und  sammeln  sich  an
dem  Fusse  des  Kuen-Uin.  Die  unteren  Männer,  welche  den  Weg
erlangen,  leben  lange  in  dem  Zeitalter.
In  jüngster  Zeit,  gegen  das  Ende  der  späteren  Han  vereinigte
der  Gebieter  des  Geschlechtes  Yin  von  Sin-ve  diesen  Mennig  des
grossen  Klaren.  Dieser  Mensch  hatte  die  Luft  der  Begabung.  Er  veröffentlichte ­
  Gedichte  und  das  Lob  des  Buches  des  Mennigs.  In  der
Einleitung  zu  diesem  sagt  er:  Diejenigen,  welche  denWeg  zu  lernen
begannen,  dem  Lehrer  folgten,  in  der  Reihe  des  Stammes  und  der
Spitze  standen  und  meines  Wissens  den  Weg  erlangten,  sind  vierzig
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.