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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

Zur  Geschichte  der  Literatur  über  das  Dekret  Gratians.  III.

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Die  Qu.  III.  C.  XXXIII.  wird  gleichfalls  in  vier  Zeilen  behandelt,
so  dass  hieraus  wiederum  auf  deren  Vorhandensein  bei  Huguccio
zu  scldiessen  ist.
e)  Unmittelbar  an  dieses  Stück  schliesst  sich  fol.  SS 1 '  von  der
5.  Zeile  bis  60  zu  Ende  eine  versificirte  Inhaltsangabe  der
Causa  I.  bis  XXVI.,  welche  nach  der  Art  der  Bearbeitung  denselben ­
  Verfasser  zu  haben  scheint.  Sie  beginnt:
Q.  I.  C.  I.  Gratia  virtutes  miracula  signa  salutes
Cum  gratis  dentur  nisi  gratis  non  retinentur.
Ordo  datus  pretio,  nisi  non  sciat,  accipientes
Commaculat,  stringitque  scelus  par  distribuentes,
Ecclesiae  iura  pretio  si  quaeris  habere
De  facto  sed  non  de  iure  potes  retinere.
III.  Alphabetische  Breviaria,  Margaritae.
§.  3.  Am  Nächsten  kommen  der  vorhergehenden  Classe  jene
Werke,  die  kurz  den  Inhalt  des  Decrets  in  alphabetischer  Folge  angeben. ­
  Sie  dienen  damit  sowohl  zum  Auffinden  der  Canones  als  auch
zum  Nachschlagen  und  Orientiren  über  das  Recht  selbst,  ersetzen
daher  für  den  ersten  Gebrauch  scheinbar  ein  Compendium.  Hierin
liegt  der  Grund  ihrer  grossen  Verbreitung.  Da  mir  jedoch  weder  in
Handschriften,  die  über  das  13.  Jahrhundert  hinabgehen,  noch  bei
älteren  Schriftstellern  solche  vorgekommen  sind,  schliesse  ich  sie
von  dieser  Darstellung  aus.  Dagegen  glaube  ich  wenigstens  darauf
liinweisen  zu  dürfen,  dass  es  ihrer  verschiedene  gibt,  worunter  das
verbreitetste  i)  ist  das  des  1277  verstorbenen  Dominikaners  Martinus
  Polonus  ('Margarita’),  tabula  Martiniana  genannt.  Älter
ist  des  Johannes  de  Deo  tabula  deereti.  Ein  ähnliches  machte  der
am  24.  Juni  1349  zu  Avignon  verstorbene  Cardinal  Petrus  Bertrandusa).
  Verschiedene  anonyme  existiren  handschriftlich,  z.  B.
eines,  welches  anfängt:
'Abbas  ordinat  lectionem:  LXIX.  d.  quanquam.  Item  noti  potest
  cogere  monachum  ad  illicita:  XI.  q.  ult.  siquis  et  tres  ibique

1 )  S  t  i  n  t  z  i  11  g.  Populäre  Gesch.  S.  127  fg.  führt  19  Separatuusgaben  bis  1513
auf;  es  steht  hinter  den  meisten  glossirten  Ausg-.  des  Decrets.
2 )  Anfang:  A.  est  prima  litera  latinorum  et  0)  est  ultima  Iitera  g•l•aecorum^
Handschr.  Tours  num.  599.
            
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