Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

Die  Lehensverlängerung-en  der  Männer  des  Weges.

339

Vorschriften  der  Unsterblichen  gehasst.  Nichts  ist  so  gut  als  wissen
und  es  nicht  thun,  es  thun  und  sich  nicht  getrauen,  es  zu  verbreiten.
Dieses  ist  der  nothwendige  Weg  der  Unsterblichen,  die  ursprüngliche
Beschäftigung  des  Belebens  des  Lebens.  Will  man  es  dahin  bringen,
dass  man  die  Jahre  verlängert,  muss  man  die  Blumen  der  Sonne  verschlucken. ­
  Wenn  man  Speise  verzehrt  und  viel  trinkt,  hüte  man  sich,
dass  man  sich  nicht  sogleich  niederlegt.  Trinkt  man  viel,  so  heisst
man  Krankheiten  entstehen.  Legt  man  sich  nieder,  so  bringt  man  das
Herz  in  Erregung.  Ist  das  Herz  in  Erregung,  so  wird  man  der  ängebornen
  Eigenschaft  verlustig.  Wenn  Krankheiten  entstehen,  kommen
die  Arzneimittel  nicht  in  Gang.  Die  den  Weg  Lernenden  hüten  sich
vor  diesen  Dingen.
Die  von  Lieu-hiang  verfassten  Überlieferungen  von  Unsterblichen ­
  sagen  :
Wu-kuang  war  ein  Zeitgenosse  der  Hia.  Er  liebte  die  Cither
und  gebrauchte  Binsen-  und  Zwiebelwurzeln.  Ferner  gebrauchte
Peng-tsu  häufig  Wasserzimmt  und  Wolkenmutter.  Su-lin,  ein  Mensch
der  mittleren  Berghöhe,  führte  den  .Jünglingsnamen  Tse-yuen.  Er
war  ursprünglich  ein  Mensch  von  Wei.  Im  letzten  Jahre  des  Fürsten
Hiii  nahm  er  zum  Lehrer  den  Fürsten  Khieu.  Dieser  lehrte  ihn  die
Weise  des  Gebrauchens  der  Luft.  Ferner  begab  sich  Yün-bi  nach
Tschang-scha  und  gebrauchte  die  Frucht  des  grossen  Überwindenden.

Lieu-fung-lin  war  ein  Zeitgenosse  der  Tscheu.  Er  lernte  den
Weg  auf  dem  hohen  Berge  Sung  und  verbrachte  die  Jahre.  Später
begab  er  sich  zu  dem  Berge  der  herabgelassenen  Flügel.  Er  war  im
Stande,  die  Luft  zu  verschliessen  und  durch  drei  Tage  nicht  zu
athmen.  Er  gebrauchte  bloss  das  gelbe  Zusammenhängende.  Er  hatte
bereits  tausend  Jahre  erreicht  und  war  nicht  fähig,  bei  etwas  Dienste
zu  leisten  oder  Aufträge  zu  übernehmen.

Tung-wei-ti  war  ein  Mensch  von  unbekannter  Herkunft.  Gegen
das  Ende  der  Zeiten  des  Kaisers  Wu  von  Tsin  befand  er  sich  in  dem
weissen  Tempel  von  Lo-yang.  Seine  zerrissenen  Kleider  bedeckten
ihn  nicht.  Er  verschlang  gewöhnlich  einen  Stein  und  nahm  den
ganzen  Tag  keine  Speise  zu  sich.

24
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.