Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

328

P  f  i  z  m  a  i  e  r

Die  Wahren  ordnen  das  Lautlose,  sie  ordnen  das  Stille,  und  sie  vereinigen ­
  sich  mit  den  Wahren.
Der  Geist  muss  sich  häufen  und  angeregt  sein,  dann  verkehrt
er  mit  dem  leeren  Raume.  Ist  er  fortwährend  fähig,  das  Einzige  zu
bewachen,  so  kommen  die  Unsterblichen  nahe.  Er  vertraut  sich  dann
mit  Himmel  und  Erde  zugleich  der  Mitte  des  grossen  Nichts.  Ist  er
ferner  im  Stande,  in  den  Tiefen  und  in  dem  leeren  Raume  zu  verkörpern ­
  das  Nichts,  so  vertraut  sich  das  grosse  Nichts  mit  ihm  zugleich ­
  der  Mitte  des  Lautlosen  und  Stillen.  Ist  man  fähig  zu  der
Stille  der  Tiefen,  so  horcht  und  hlickt  man,  ohne  zu  hören  und  zu
sehen.  Man  ist  mit  dem  Wege  im  Dunklen.
Der  Weg  ist  das  äusserste  Wahre  des  Verkehres  des  Leeren.
Die  Kunst  ist  das  begabte  Ursprüngliche  der  Veränderungen  und
Verwandlungen.  Der  Weg  ist  ohne  Gestalt,  durch  die  Kunst  steht  er
den  Menschen  bei.  Wenn  der  Mensch  das  Leere  besitzt,  umschränkt
er  durch  das  Ordnen  den  Weg.  Die  Erfordernisse  des  Weges  bestehen ­
  in  dem  Aufsuchen  der  Schreibtafeln,  in  dem  Wechseln  der
Verdienste.  Die  Geheimnisse  der  Kunst  sind  bloss  Arzneien  und  Luft.
Wenn  die  obersten  Männer  davon  Gebrauch  machen,  steigen  sie
empor  und  werden  Obrigkeiten  der  Unsterblichen.  Wenn  die  mittleren ­
  Männer  davon  Gebrauch  machen,  lassen  sie  sich  nieder  und
sammeln  sich  auf  dem  Kuen-lün.  Wenn  die  untersten  Männer  davon
Gebrauch  machen,  leben  sie  lange  unter  den  Menschen.  Hierauf  gibt
der  ursprüngliche  Gebieter  des  grossen  Einzigen  das  Erforderliche
des  zurückkelirenden  Mennigs  und  des  Goldsaftes  bekannt.  Er  lässt
es  ausüben  in  dem  Zeitalter.

Der  Fürst  des  Holzes,  die  goldene  Mutter,  ist  der  Ahnherr  und
das  Stammhaus  der  zwei  Lüfte,  die  Quelle  und  der  Stamm  des  Tin
und  Yang,  der  Vorgesetzte  und  Vorsteher  der  Unsterblichen  und
Wahren,  der  ursprüngliche  Ursprung  des  Bewerkstelligens  der  Verwandlungen. ­
  Die  gefrorene  Luft,  welche  die  Wahren  zu  Stande
bringt,  vereinigt  mit  dem  Wege  den  Stoff.  Auch  umwindet  die  Luft
immer  mehr  das  Gebäude  des  Himmels  und  der  Erde.  Bewegt  sie
sich  und  ist  gepflanzt  in  den  Menschen,  so  ist  sie  der  Mensch.  Ist  es
in  ein  lebendiges  Wesen,  so  ist  sie  ein  lebendiges  Wesen.  Sie
kommt  hervor  aus  der  grossen  Häufung,  zerstreut  sich  ohne  Ende.
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.