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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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P  f  i  l  m  n  i  e  r

haar  gebleicht.  Hierdurch  gehen  das  Geistige  und  die  Luft  im  Inneren'
verloren,  die  mennigrothe  Furt  wird  beschädigt  und  versiegt.  Das
Geistige  ist  der  Geist  des  Leibes.  Das  Licht  ist  die  Kostbarkeit  des
Leibes.  Bei  vieler  Anstrengung  wird  das  Geistige  zerstreut.  Bei  Herbeiführung ­
  von  Streit  wird  das  Licht  verlöscht.  Hierdurch  erfolgt
das  Alter,  die  Luft  fällt,  und  das  hohe  Alter  ist  bereits  erreicht.
Die  Meldungen  des  Wahren  sagen:
Reichthum  und  vornehmer  Stand  sind  die  das  Gebein  zerstörenden ­
  Äxte  und  Sägen,  die  das  Verbrechen  aufnehmenden  Schiffe  und
Wagen.  Erlangen  das  Hinreichende,  belehren  über  die  Irrthümer,
beschränken  die  Schande,  führen  die  das  Schicksal  angreifenden.
Waffen,  sind  keine  guten  Dinge.  Desswegen  wussten  die  erhabenen
Menschen  des  Alterthums,  welche  das  Übel  der  Schuld  und  der  Verbrechen ­
  überblickten,  im  Voraus,  dass  Reichthum  und  vornehmer
Stand  nicht  dargeboten  werden  dürfen.  Fei  entwich  zuletzt  aus
Tschang-lin,  setzte  sich  in  den  Schatten  auf  den  berühmten  Bergen
und  wollte  sich  entfernen  von  diesen  Fussspuren.  Er  ist  es,  der  begehrte ­
  vielen  Segen,  der  bewahrte  und  unversehrt  erhielt  das  äusserst
Ungeschminkte.
Der  Gebieter  von  dem  Geschlechte  Pei  sagte:
Die  drei  Durchgänge  seien  beständig  hergerichtet,  sie  sind  der
Weg  des  langen  Lebens.  Der  Mund  ist  der  Durchgang  des  Herzens.
Die  Hände  sind  der  Durchgang  des  Menschen.  Die  Füsse  sind  der
Durchgang  der  Erde.  Sind  die  Durchgänge  hergerichtet,  so  sind  die
fünf  Eingeweide  beruhigt.  Sind  diese  beruhigt,  so  gibt  es  keine
Krankheiten.  Man  gibt  ferner  Fortbestand  den  fünf  Göttlichen,
welche  der  Leib  sind.  Man  meint  die  beiden  Hände,  die  beiden  Füsse
und  das  Haupt.  Wenn  das  Haupt  denkt  und  fortwährend  grün  ist,
wenn  die  beiden  Hände  roth,  die  beiden  Füsse  beständig  weiss  sind,
so  kommen  die  sich  entfernenden  Unsterblichen  nahe.
Einst  lernte  Siü-ki-tao  die  Unsterblichkeit  in  dem  Gebirge  des
Gesanges  der  Schwäne.  Er  kam  auch  von  Zeit  zu  Zeit  hervor.  Auf
dem  Wege  des  Marktes  sah  er  plötzlich  einen  Menschen.  Derselbe
trug  ein  ledernes  Reitkleid  und  schwang  einen  Stock,  auf  den  er  sich
stützte.  Ki-tao  verbeugte  sich  vor  ihm.  Jener  sprach  bei  diesem  Anlasse ­
  zu  Ki-tao:  Wer  den  Weg  lernen  will,  muss  treffen  das  Grün
des  Himmels,  hersagen  das  grosse  Abwechselnde,  auftreten  mit  den
beiden  Weissen,  drehen  die  zwei  Rothen.
            
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