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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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P  f  i  7  m  a  i  e  r

Die  inneren  Überlieferungen  von  dem  Gebieter  des  Geschlechtes
Pei  sagen:
Wer  den  Weg  sucht,  trachtet  vorher,  dass  das  Auge  klar,  das
Ohr  scharfhörig  sei  und  macht  sie  zu  Vorgesetzten.  Auch  sind  Ohren
und  Augen  die  Leitern  und  die  Stufen  des  Aufsuchens  der  Wahren,
die  Thore  und  die  Tlniren  sämmtlicher  reingeistiger  Wesen.  Gelingen
und  Fehlschlagen  ist  an  sie  gebunden.  Das  Buch  der  Unsterblichen
sagt:  Bei  dem  Nähren  des  Lebens  macht  man  das  Nichtverletzen  zur
Grundlage.  —  Dieses  ist  ein  nothwendiges  Wort.
Das  Buch  der  Wahren  des  grossen  Klaren  sagt:
Unter  den  Dingen,  die  mit  Entschiedenheit  die  Luft  aufgenommen ­
  haben,  legt  alles  ohne  Ausnahme  Werth  auf  das  Leben.  Das
Leben  ist  die  grosse  Tugend  des  Himmels  und  der  Erde.  Unter  den
Tugenden  geht  nichts  über  das  lange  Leben.  Was  lange  lebt,  ist  gewiss
der  aussen  befindliche  Leib.  Man  verdirbt  nicht  mit  dem  eigenen
Leibe  die  Wesen.  Man  lässt  es  nicht  dabei  bewenden,  dass  man  sie  nicht
verdirbt,  man  steht  auch  den  Wesen  bei  und  vergisst  den  eigenen
Leib.  Man  vergisst  den  eigenen  Leib,  und  der  eigene  Leib  wird  nicht
vergessen.  Dieses  ist  es,  was  gut  das  Lehen  leitet.  Den  Weg  der
Wahren  nährt  den  Geist,  der  Geist  ist  im  Stande,  zu  fliegen  und
sich  zu  verwandeln.
Das  Buch  der  drei  Ursprünglichen  des  grossen  Höchsten  sagt:
Bei  dem  Wege  des  Nährens  des  Lebens  muss  man  die  Luft
schonen,  dem  Geiste  Fortbestand  geben.  Man  darf  nicht  zu  viel
reden,  nicht  laut  schreien.  Man  bewirkt  dadurch,  dass  der  Geist
belästigt,  die  Luft  beschädigt  wird.  Desswegen  nehmen  die  wahren
Menschen  und  die  Männer  des  Weges  immer  aus  dem  Munde,  nehmen
auf  und  bringen  dadurch  zu  Übereinstimmung  die  sechs  Arten
der  Säfte.
Das  Buch  des  ursprünglichen  Zeigens  sagt:
Die  Gestalt  und  der  Stoff  sind  die  Werkzeuge  des  Erfassens
des  Lebens.  Sie  sind  es  nicht,  durch  welche  das  Leben  zum  Leben
geweckt  wird.  Das  zum  Lehen  Geweckte  macht  das  Ungeschmückte
und  Rohe  zum  Stoffe.  Es  macht  die  Luft  zum  Ursprünglichen,  den
Geist  macht  es  zur  Gestalt.  Dieses  ist  die  Vorhalle  des  Palastes  des
Lebens.  Es  macht  das  Nichts  zum  Auferzogenen.  Der  Geist  breitet
sich  und  wird  auseinandergelegt  an  den  Thoren  des  ursprünglichen
Wundervollen,  er  kommt  und  geht  in  den  Zwischenräumen  des
            
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