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H ö f 1 e r
ihre nominelle Souveränität freilich nur den Schatten eines Schatten
Hess, Theile der neuen macedonischen Provinz, so erscheint mir im
ersteren ein Widerspruch, im letzteren aber eine Willkür. Da nach
Hertzbergs eigenem und sehr richtigem Geständniss (I S. 260) diese
Thatsache nur sehr spärliche, ausdrückliche Erwähnungen findet, so
darf bei dem grossen Schweigen der Schriftsteller, die eigentlich
davon hätten reden müssen, nicht zu Annahmen gegriffen werden,
um selbst eine derartige Annahme zu beweisen. Das geschieht aber,
wenn Hertzberg unter dem Q. Fabius Maximus der Inschrift von
Dyme den Fabius Max, Eburnus (Consul d. J. 116) versteht, der
wahrscheinlich in Macedonien kämpfte, wo er dann 115 als Proconsul
fungirte, I. S. 317. n. Hierauf weiter einzugellen, halte ich
für überflüssig, da die Frage, wer dieser Fabius gewesen, dadurch
sicher nicht beantwortet wird, dass er selbst erst noch dazu dienen
muss, eine andere Hypothese zu erhärten.
Wohl aber möchte ich denn doch an diejenigen, welche wie es
mir scheint mit mehr Hartnäckigkeit als Gründen daran festhalten,
dass Griechenland römische Provinz schon damals geworden sei, die
Frage richten: wenn es so gewesen wäre, wie hätten sich denn doch
wohl die Schriftsteller ausgedrückt? Ist es denkbar, dass alle darüber,
wie auf gemeinsame Verabredung, Griechen und Römer, Zeitgenossen,
und spätere ein erhabenes Stillschweigen beobachtet hätten? Zwar
rechnet der gelehrteste Vertheidiger der Hypothese, dass Griechenland
zur Provinz Macedonien geschlagen worden sei, gerade hierauf,
und gibt zu verstehen wenn wir die verlorenen Bücher des Livius
besässen, so würde die Sache sich in seinem Sinne günstiger gestalten!?
Also soll wohl der Beweis des einstimmigen Stillschweigens
nichts gelten und von gar keiner Bedeutung sein? Ist aber auch anzunehmen.
dass im umgekehrten Falle, im Falle, dass alle die Schriftsteller,
welche durch ihr Schweigen zu erkennen geben, dass die angebliche
Thatsache eben nicht zu berichten war, diese zu berichten
vermocht hätten, denkbar, dass sie sie nicht berichtet hätten? Ich
glaube nicht, dass es viele Gelehrte gibt, welche, wenn sie auf diese
Frage nur mit Ja oder Nein zu antworten hätten, mit Ja antworten
würden? Nachdem Zumpt in so überzeugender Weise dargethan,
dass Achaja für sich keine Provinz war; nachdem, wie zugestanden
wird, das charakteristische Moment der Publicaner Griechenland
fehlte, nachdem die Freiheit der Hellenen selbst durch ein Monument