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Höfler
Zumpt minder gelungen. Dass Metellus sich hei Beendigung des
macedonischen Krieges nach dem griechischen Süden wandte, beweist
für diese Frage gar nichts, sondern nur, dass, nachdem sein
macedonischer Gegner sich auf den hellenischen Süden zu stützen
gesucht, der römische Corisul, um den Krieg völlig zu beenden, dasselbe
thun musste. Nicht mehr und auch nicht weniger. Vor Allem
aber wäre wünschenswerth, dass ein genauer Nachweis geliefert
würde, wann Macedonien Provinz *), seit wann es regelmässig von
Prätoren verwaltet wurde, während der gewöhnlichen Annahme und
der, dass Metellus und Mummius es verwaltet, die sehr bezeichnende
Stelle Cicero’s de provinciis consularibus c. 3 in höchst auffälliger
Weise entgegentritt: hanc Macedoniam domitisjam gentibus finitimis
barbariaque compressa pacatam ipsam per se et quietam tenui
praesidio atque exigua manu etiam sine imperio per legatos nomine
ipso populi Romani tuebamur, quae nunc consulari imperio atque
exercitu ita vexata est etc.
Ich weiss sehr wohl, dass man dagegen einwenden kann, es
seien eben Ende des zweiten Jahrhunderts vor Christus jene Völker
nicht völlig unterworfen, die Barbarei nicht niedergedrückt worden,
sondern dieses erst im Zuge gewesen, wie ja auch Cicero in Pisonem
16. 38 sagt: exMacedonia aliquot praetorio imperio, consulari quidem
nemo rediit, qui incolumis fuerit, qui non triumpharit. Ich möchte
daraus nur folgern, dass die oratorischen Stellen Cicero’s im Allgemeinen
mit grosser Vorsicht als historische Belege zu gebrauchen
sind, im vorliegenden Falle aber besser die Sache im Ungewissen
zu belassen ist, als, da das Factum von Dyme ganz isolirt dasteht,
nicht blos nach Fabius Eburnus zu greifen, sondern auch die
eine Hypothese zur Grundlage der Behauptung oder gar eines Beweises
zu machen, dass Achaja unter Macedonien stand, nachdem
vorher siegend nachgewiesen wurde, dass es für sich seihst keine
Provinz war und aus der Inschrift seihst die Freiheit der Griechen
unbestreitbar hervorgeht.
Für mich gestaltet sich die Sache so. Die Römer wollten sowenig
als in Italien, Afrika oder anders wo, eine Macht in Griechen-*)
Die epitome des Livius XLV. sagt, wie oben bemerkt, aber im Gegensätze
zum Texte: Macedonia in provinciae formam redacta est, keine epitome erwähnt
aber dieses für Griechenland, noch dass es zu Macedonien geschlagen wurde.