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Bergmann
Mit dem Solidus wurden aus dem byzantinischen Münzsystero
auch der Semis oder das Halbstück und der Tremissis oder Triens
heriibergenommen. Das erstere findet sich bereits in der Präge
Walid’s I. aus dem Jahre 91 zu 2-035 Gr., zwei andere halbe Dinare
aus dem Jahre 100 wiegen je 2-04 Gr. ') und 2-01 Gr. Der Triens
tritt gleichfalls unter Walid schon auf; zwei hiehergehörige Stücke
aus den Jahren 94 und 96 wiegen 1-400 Gr. und 1-405 Gr. Viertelstücke
des Dinars aus so früher Zeit sind noch nicht puhlicirt
worden; das älteste mir bekannte zu 1-040 Gr. vom Jahre 174 datirt
aus der Zeit Harun's. Ehen so gehören die Multipla des Dinars nach
den vorliegenden Münzen alle einer späteren Zeit an und finden
sich die Nominale von 1 </* 3 )> 1 1 / 2 s )» von 2 4 ), 2>/ 2 5 ) 3 Dinaren«).
Grössere Goldstücke oder Goldmedaillons wurden bisher noch nicht
edirt, obwohl solche unzweifelhaft geschlagen wurden. Medaillons
von 10 Dinaren werden bei den Historikern öfter erwähnt, ja Mirchond
erzählt gar von Riesenmedaillons zu 1.000 Dinaren 7 ). Derlei Multipla
waren zu Geschenken bestimmt.
1 ) Castiglioni dell’uso cui erano destinati i vetri p. 52 mit der Aufschrift All!
tEin 1. c. beigebrachtes Glasstück mit
von Obeidallah ben Chabchab wiegt 2 142 Gr. Die nicht näher bezeichneten
Stücke sind aus Queipo’s Tabellen entnommen.
2 ) Solche Stücke sind von den Abbasiden An-Nasir und Al-Mustansir aus dem .1. 602
und 651 zu 5*135 Gr. und 5*33 Gr. ferner ayubidischen Ursprunges : von Salah-ed-din
a.588 zu 5*120 Gr., von Al-Kamil a.615 u. 626 beide zu 5*280 Gr. etc.
8 ) Normalgewicht 6*37 Gr. 2 Stücke vom Aijubiden Al-Kamil a.630 zu 6*060 und
6*350 Gr. Goldstücke wie vom Abbasiden Al-Mustansir aus dem Jahre 640 zu
7*210 und 7 395 Gr. und zwei weitere von Al-Kamil a.607 und a.6.11 zu 7*63
und 7*240 Gr. sind wohl vermünzt. Der Gebrauch der Wage muss überhaupt bei
den edlen Metallen allgemein gewesen sein.
Normalgewicbt 8*50 Gr. vom Chalifen Al-Mustansir: «.623 zu 8*075 Gr., a.643-zu
8*335 Gr. und 8*540 Gr. vom Chalifen Al-Watbik billah a.231 zu 8*905 Gr.
5 ) Normalgewicht 10*12 Gr. Goldstücke vom Chalifen Al-Mustansir zu 9*680 u.
9*84 Gr. aus den Jahren 642 und 653, vom Chalifen An-Nasir zu 10*260 Gr. aus
dem Jahre 601.
6 ) Normalgewieht 12*75 Gr. Vom Chalifen Al-Mustansir zu 12*420 und 12*845 Gr.
aus den Jahren 646 u. 654. Stücke wie zu 11*98 Gr. oder 11*21 Gr. sind wohl
verprägt.
Über ein Goldmedaillon von 10 Dinaren vergl. die Stelle des Raihan-al-albab im
Journal Asiatique 4. Serie t. XII. p. 515. — Die Angabe Mirchonds findet sich
in seiner Geschichte der ßujiden ed. Wilken p. 115. Im Jahre 378 liess Ihn Ibad