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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

262

Bergmann

Mit  dem  Solidus  wurden  aus  dem  byzantinischen  Münzsystero
auch  der  Semis  oder  das  Halbstück  und  der  Tremissis  oder  Triens
heriibergenommen.  Das  erstere  findet  sich  bereits  in  der  Präge
Walid’s  I.  aus  dem  Jahre  91  zu  2-035  Gr.,  zwei  andere  halbe  Dinare
aus  dem  Jahre  100  wiegen  je  2-04  Gr.  ')  und  2-01  Gr.  Der  Triens
tritt  gleichfalls  unter  Walid  schon  auf;  zwei  hiehergehörige  Stücke
aus  den  Jahren  94  und  96  wiegen  1-400  Gr.  und  1-405  Gr.  Viertelstücke ­
  des  Dinars  aus  so  früher  Zeit  sind  noch  nicht  puhlicirt
worden;  das  älteste  mir  bekannte  zu  1-040  Gr.  vom  Jahre  174  datirt
aus  der  Zeit  Harun's.  Ehen  so  gehören  die  Multipla  des  Dinars  nach
den  vorliegenden  Münzen  alle  einer  späteren  Zeit  an  und  finden
sich  die  Nominale  von  1  </* 3 )>  1 1 / 2 s )»  von  2 4 ),  2>/ 2 5 )  3  Dinaren«).
Grössere  Goldstücke  oder  Goldmedaillons  wurden  bisher  noch  nicht
edirt,  obwohl  solche  unzweifelhaft  geschlagen  wurden.  Medaillons
von  10  Dinaren  werden  bei  den  Historikern  öfter  erwähnt,  ja  Mirchond
erzählt  gar  von  Riesenmedaillons  zu  1.000  Dinaren 7 ).  Derlei  Multipla
waren  zu  Geschenken  bestimmt.

1 )  Castiglioni  dell’uso  cui  erano  destinati  i  vetri  p.  52  mit  der  Aufschrift  All!
tEin  1.  c.  beigebrachtes  Glasstück  mit

von  Obeidallah  ben  Chabchab  wiegt  2  142  Gr.  Die  nicht  näher  bezeichneten
Stücke  sind  aus  Queipo’s  Tabellen  entnommen.
2 )  Solche  Stücke  sind  von  den  Abbasiden  An-Nasir  und  Al-Mustansir  aus  dem  .1.  602
und  651  zu  5*135  Gr.  und  5*33  Gr.  ferner  ayubidischen  Ursprunges  :  von  Salah-ed-din
a.588  zu  5*120  Gr.,  von  Al-Kamil  a.615  u.  626  beide  zu  5*280  Gr.  etc.
8 )  Normalgewicht  6*37  Gr.  2  Stücke  vom  Aijubiden  Al-Kamil  a.630  zu  6*060  und
6*350  Gr.  Goldstücke  wie  vom  Abbasiden  Al-Mustansir  aus  dem  Jahre  640  zu
7*210  und  7  395  Gr.  und  zwei  weitere  von  Al-Kamil  a.607  und  a.6.11  zu  7*63
und  7*240  Gr.  sind  wohl  vermünzt.  Der  Gebrauch  der  Wage  muss  überhaupt  bei
den  edlen  Metallen  allgemein  gewesen  sein.
Normalgewicbt  8*50  Gr.  vom  Chalifen  Al-Mustansir:  «.623  zu  8*075  Gr.,  a.643-zu
  8*335  Gr.  und  8*540  Gr.  vom  Chalifen  Al-Watbik  billah  a.231  zu  8*905  Gr.
5 )  Normalgewicht  10*12  Gr.  Goldstücke  vom  Chalifen  Al-Mustansir  zu  9*680  u.
9*84  Gr.  aus  den  Jahren  642  und  653,  vom  Chalifen  An-Nasir  zu  10*260  Gr.  aus
dem  Jahre  601.
6 )  Normalgewieht  12*75  Gr.  Vom  Chalifen  Al-Mustansir  zu  12*420  und  12*845  Gr.
aus  den  Jahren  646  u.  654.  Stücke  wie  zu  11*98  Gr.  oder  11*21  Gr.  sind  wohl
verprägt.
Über  ein  Goldmedaillon  von  10  Dinaren  vergl.  die  Stelle  des  Raihan-al-albab  im
Journal  Asiatique  4.  Serie  t.  XII.  p.  515.  —  Die  Angabe  Mirchonds  findet  sich
in  seiner  Geschichte  der  ßujiden  ed.  Wilken  p.  115.  Im  Jahre  378  liess  Ihn  Ibad
            
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