Die Nominale der Münzreform des Chalifen Ahdulmelik.
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uungsmünze als eines effectiven Nominales. Erst Abdulmelik machte
ihn zur ausschliesslichen Basis seiner Silberpräge und gab ihm arabische
Aufschriften. Dieser Sachverhalt schimmert auch in der Darstellung
Ihn Chaldun’s über das älteste arabische Münzwesen durch,
wenn er gleich seine Meinung nicht in so bestimmter Form ausdrückt.
• Fassen wir nun das Wesen der Münzorganisation Abdulmeliks
zusammen, so stellt sich dieselbe als aus der Verbindung römischer
und sasanidischer Nominale hervorgegangen dar. Abdulmelik schuf
kein neues Nominal weder für die Gold- noch für die Silberpräge,
sondern beschränkte sich auf die Herübernahme gewisser Nominale
aus dem römischen Münzsysteme, und auf die Behaltung des von
Omar creirten und aus der persischen Silberpräge entsprungenen
legalen Dirhems. Diese traten an die Stelle der bisher coursirenden
mannigfachen Münzsorten und wurden nunmehr allein in den arabischen
Münzstätten geschlagen. Als Münzeinheit wurde das Exagium
solrdi Romani zu Grunde gelegt und auch effectiv wenngleich in
erster Zeit nur in geringer Menge ausgebracht t). Für die gewöhnliche
Goldmünze oder den Dinar ward der römische Solidus dieser
Zeit zum Muster genommen, für die Silbermünze der legale Dirhem,
so dass beide im Verhältnisse von 10:7 bezüglich ihres Gewichtes
zu einander standen. Indem Abdulmelik in solcher Weise an die
Stelle der bisherigen Regellosigkeit des arabischen Geldwesens ein
festgegliedertes Münzsystem setzte, und demselben zugleich einen
nationalen Münztypus verlieh, erschien er in den Augen der Araber
und ihrer Historiker als Begründer und Urheber des arabischen
Münzwesens und in der That blieben die von ihm in die arabische
Geld präge eingeführten Nominale für Jahrhunderte die herrschenden
und nahezu ausschliesslichen in den Ländern des Islams.
Es bleibt noch die Erörterung eines wichtigen Punktes übrig,
nämlich der Metallwährung, welche Ahdulmelik für sein neues Münzsystem
adoptirte. Um hierüber ins Klare zu kommen, ist es nütliig,
die verschiedenen Theilstücke der Gold- und Silberpräge, den Feingehalt
des Metalles und das Werthverhältniss des Goldes zum Silber
zu kennen.
*) Eine eigenthiimliche Erscheinung ist es, dass der Mithkal mayal sich in späterer
Zeit so unter Al-Muktadir und Al-Nacer häufig- als Goldmünze findet, jedoch,
wenigstens bisher, niemals in Silber, wohl in Folge davon dass die Arabische
Silberpräge aus dem sasanidischen Münzsysteme entsprungen war, das den genannten
Mithkal nicht kannte.