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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

Die  Nominale  der  Miinzreform  des  Chalifen  Abdulmelik.

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dem  Zeugnisse  desselben  Makrizi  bloss  auf  die  Umschrift,  indem
der  früheren  bereits  angeführten  Legende  die  Worte  „im  Namen
Gottes  Heddschadsch“  substituirt  wurden 3 ).
Diese  Nachrichten  werden  in  überraschender  Weise  von  den
Münzen  selbst  bestätigt,  da  sich  Dirheme  aus  der  Zeit  vor  Abdulmelik’s
  Reform  finden,  deren  Gewicht  keine  andere  Deutung  derselben
als  auf  den  sogenannten  legalen  Dirhem  zulässt.  Ich  stelle  sie  hier
zusammen  nnd  bemerke,  dass  bei  der  damaligen  ungenauen  Präge
Gewichtsdifferenzen  bis  zu  0-2  Gr.  nichts  Auffallendes  oder  Bedenkliches ­
  haben.

«.63.—  2-991  —  ?  —  Obeidallah  ben  Zijad
«.43  —  2-907  —  Darabgird  —  Zijad  ben  Abu  Sofian
«-2  2-85  —  ?  —  „  „  „  „
«.54  —  2-835  —  Schadscha  —  „  „  „  „
«.61  —  2.80  —  ?  —  Obeidallah  ben  Zijad
«■67  —  2-787  —  Zadrakarta  —  ?
a.51  —  2-715  —  Basra  —  Zijad  ben  Abu  Sofian.

Diese  Wägungen  genügen,  um  die  Existenz  des  legalen
Dirhems  vor  Abdulmeliks  Reform  festzustellen,  und  die  Richtigkeit
der  Angabe  arabischer  Quellen  über  die  Präge  Zijad’s  ben  Abu  Sofian
darzuthun.  Abdulmelik  fand  demnach  bei  seiner  Münzorganisation
den  legalen  Dirhem  als  effectives  Nominal  vor,  und  beschränkte  sich
diesen  mit  Beseitigung  der  älteren  ungenau  ausgebrachten  Münzsorten ­
  zur  alleinigen  Geltung  zu  bringen.  Wenn  nun  Abdulmelik  die
Priorität  derCreirung  des  Dirhems  von  2-97  Gr.  abzusprechen  ist,  so
drängt  sich  die  Frage  nach  der  Zeit,  in  welcher  dieselbe  stattfand,
auf.  Wir  sind  hier  zu  einem  schwierigen  Punkte  dieser  Erörterung,
nämlich  zum  Dirhem  Omar’s  gelangt.
Nach  Makrizi’s  Angabe  schlug  Omar  Dirheme  auf  das  Verhältniss
  von  6:10  bezüglich  des  Mithkals.  Die  Stelle  lautet:  „Damals

')
2 )

de  ponderibus  p.  37.
Dass  Heddschadsch  mehrere  Sorten  von  Dirhemen  schlagen  liess,  wird  ausdrücklich
gesagt  (1.  c.  p.  25).  Gleiches  zeigen  die  von  Abulmahasin  etc.  beigebrachten

verschiedenen

Aufschriften  seiner  Silbermünzen.  Dieselben  sind:

^1  *111

und  JlS^l  Jc*-1  *1)1

Die  letztere  gehört  wohl  in  die  Zeit

der  Münzreform  Abdulmelik’s.

Sitzb.  d.  phil.-hist.  CI.  LXV.  Bd.  II.  Hft.

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