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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Bergmann

jene  die  denselben  aus  der  Summirung  der  Dirheme  bagli  oder  tabari,
oder  die  andere,  welche  ihn  aus  der  Summirung  der  besprochenen  drei
Münzsorten  herleitet?  Die  Entscheidung  muss  wohl  zu  Gunsten  der
ersteren  lauten;  die  Dirheme  bagli  und  tabari  wurden  yon  den  Arabern ­
  im  Gegensätze  zu  dem  älteren  sasanidischen  Silberstücke  von
4.25  Gr.  selbst  geschlagen  und  waren  das  bekannteste  und  allgemeinste ­
  Silbercourant.  Es  lag  nahe  durch  die  besprochene  Operation
aus  denselben  ein  neues  Nominal  zu  schaffen,  welches  den  doppelten
Vortheil  einer  sehr  einfachen  und  praktischen  Relation  sowohl  zur
häufigsten  Goldmünze,  dem  Solidus  oder  dem  spätem  Dinar  (7:  10)
als  auch  zu  den  älteren  Dirhemen  bagli  und  tabari  (6:8  oder  6:4)
bot,  die  nicht  plötzlich  aus  dem  Verkehr  gezogen  werden  konnten.
Der  Dirhem  von  6 /io  Mithkal,  der  in  der  zweiten  Version  genannt
wird,  wurde  entschieden  in  geringer  Menge  und  nur  vorübergehend
geschlagen  und  es  sind  mir  nur  ein  Paar  Stücke  bekannt,  welche  auf
ihn  gedeutet  werden  können  *)•  Die  Wahrscheinlichkeit,  dass  er
überhaupt  in  Rechnung  gebracht  worden,  ist  daher  sehr  gering.  —
Der  legale  Dirhem  von  2-97  Gr.  ist  also  das  Mittel  der  summirten
Dirheme  bagli  und  tabari.  ln  Betreff  des  Zeitpunktes  seiner  Creirung
differiren  jedoch  die  Quellen.  So  werden  bei  Makrizi  und  Ibn  Chaldun
  verschiedene  Zeugnisse  gegen  einander  aufgeführt,  welche
Abdulmelik  die  Priorität  für  die  Normirung  des  legalen  Dirhem’s  theils
zu-  theils  absprechen.  Nach  den  Angaben  Makrizi's  und  IbnChaldun's
selbst  kann  nur  das  letztere  das  richtige  sein,  denn  es  wird  ausdrücklich ­
  gesagt,  dass  Zijad  Abu  Sofian  (-f-  53)  Dirheme  auf  den
Fuss  von  7:10  bezüglich  des  Dinares  schlug,  gleicherweise  wie
Musab  hen  Zobeir,  der  dem  sasanidischen  Stempel  seiner  Dirheme
noch  die  Worte  „Segen  von  Gott“  beisetzte 3 ).
Wenn  ferner  gemeldet  wird 3 ),  dass  Al-Heddschadsch  bei  der
Übernahme  der  Verwaltung  der  Provinz  Jrak  im  Jahre  75  diese
Münze  Musab’s  änderte,  so  beschränkte  sich  diese  Änderung  nach
*)  Diese  sind:
«.45  .  2-258  Gr.  —  Behistan  —
«.55  .  2*258  „  —  Basa  —  Zijad  ben  Abu  Sofian
a.60  .  2*523  „  —  Basra  —  Obeidallah  ben  Zijad
«•65  .  2*656  „  —  Adserbeidschau  —  Abdallah  ben?
3 )  Vergl.  die  Bemerkung  Stickefs  hiezu  in  der  Zeitschr.  der  deutsch-morgenl.
Gesellschaft,  ßd.  XX.  p.  344.
-1  1.  c.  p.  17.
            
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