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ß e r g in a n n
4 Habba gerechnet wurde auf 21-75 Karat. Hieraus ergibt sich die
Gleichsetzung von 4-25 Gr. als dem nachgewiesenen Gewichte des
Dinars mit 21-75 Karat.
Derselbe Schriftsteller fügt jedoch noch bei, dass Abdulmelik
die Fabrikation seiner Dinare nach dem sogenannten syrischen
Mithkal mayab,regelte, „von welchem 100 Dinare gleich sind 102
Dinaren des andern Gewichtes i)“. Letzteres wird jedoch nicht näher
bezeichnet und seine Bestimmung wird erst durch die Berechnung
des Mithkals majal ermöglicht. Dieser muss, da er als Gewichtseinheit
dem Dinare zu Grunde gelegt wurde, schwerer als letzterer sein.
Wenn nun berücksichtigt wird, dass das Duodecimalsystem das herrschende
war, und der römische Solidus ebenso wie der sogenannte
mekkanische Mithkal, welcher übrigens mit dem Dinar identisch ist, zu
24 Karat gerechnet wurde, so kann man kein Bedenken tragen, den
syrischen Mithkal mayal zu 24 (schwereren) Karat anzusetzen. Wir
erhalten hiernach durch die Proportion 24:21-75 = 07:4-25, als
Gewicht des in Rede stehenden Mithkal 4-69 Gr.
Es hält schwer den Ursprung desselben zu ermitteln, immerhin
dürfte seine Herleitung als sechster Theil der Unze eines
ägyptisch-römischen Pfundes von 339-84 Gr., welches aus 96 ptolemäischen
Drachmen gebildet wurde 3 ), am richtigsten sein. Die Rechnung
nach Drachmen, Obolen und Chalkus erhielt sich bis lange
nach Diokletian in Ägypten 3 ) und bei dem steten und engen Verkehre
dieses Landes mit Syrien liegt es nahe, dass obiges Pfund auch
daselbst Eingang und allgemeine Verbreitung gefunden, und bis auf
die byzantinische Zeit herab sich im Gebrauche erhalten habe. Hiemit
stimmt auch die Nachricht*), dass man damals zwei Pfunde kannte,
welche im Verhältnisse von 72:75 zu einander standen, eine Relation,
die genau mit den zwischen dem römischen Pfunde von
1 ) 1. c. p. 19.
2 ) Hierauf hat Queipo 1. c. Bd. II. p. 115 zuerst aufmerksam gemacht. Die Formirung
neuer Pfunde zu 96 Drachmen durch die Hörner hatte ihren Grund darin, dass der
römische Denar der späteren Zeit zu Yqq des römischen Pfundes ausgebracht
wurde.
3 ) So blieb auch die Artabe, ein ägyptisches Getreidemass, bis auf die Zeit der Araber
im Gebrauche.
li ) Paucton, Metrologie p. 284.