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sich eine gewisse Scheu von Lautgruppen im Inneren ein, die eben
auch in der Erschlaffung der Articulationskraft begründet ist, womit
das vollständige Zusammenschmelzen der Formelemente mit den
Stoffelementen eingeleitet wird, so dass die einzelnen Wertformen
in dieser Periode Lautcomplexe darstellen, die ohne Kenntniss des
nach und nach eingetretenen lautlichen Processes nicht mehr in ihre
ursprünglichen Elemente aufgelöst werden können. Durch diese Vorgänge
können Wertformen, welche ursprünglich identisch waren,
ihre Gestalt derart verändern, dass selbst das geübteste Auge und
Ohr, nach den Formen selbst zu uriheilen, gar keine Verwandtschaft
herauszufinden vermögen.
Während Anfangs der Accent .diesen Veränderungen ferne
steht, macht sich in der späteren Sprachperiode sein Einfluss immer
mehr und mehr geltend.
Diese soeben in Kurzem beschriebenen Processe bringen es mit
sich, dass mehrere Sprachformen, welche Anfangs lautlich strenge
geschieden waren, z u s a m m e.n f a 11 e n, wodurch, da der Trieb
der Sprache nach Klarheit und Bestimmtheit immer derselbe bleibt,
die Herbeiziehung ä ussere r H i I fs m i 11 e I nothwendig erscheint.
Diese an die Form von aussen tretenden , aus, Stoffelementen
gebildeten Formelemente suchen dann wieder wo möglich mit derselben
zu verschmelzen, so dass sich der Proeess, wie er in der
Periode der Spraehbildung bestand, wenn auch zwischen zwei verschiedenen
Faetoren, wiederholt. Die einzelnen Sprachen erhalten
auf diese, \Veise einen ganz eigenthümlicben, Typus, in welchem sie.
gegenseitig mit einander verglichen, kaum (len gemeinsamen Ursprung
aus einer Quelle ahnen lassenslavischen
Sprachen) und der Dentale (im Litauischen), Aspiration und Assihilatiou
(durch die umgebenden Consonanten oderVocale hervorgerufen), Zetacismus (d. h.
die Wandlung des y in z oder j und Verschmelzung desselben mit dem vorhergehenden
Consonanten, im Griechischen und Ältslavisiphen), Anähnlichung und
Angleichung (sowohl nach vorwärts als auch nach rückwärts), ferner Ekthlipse.
Alle diese Processe finden sich schon in den älteren Formationen des Indogermanischen;
in den jüngeren Sprachen nehmen sife in Verbindung mit noch anderen
'so sehr überhand, dass die alten Wortformeii in den neuen fast gar nicht zu
• 1 erkennen sind.