Über das iberische Alphabet.
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der ehedem Cypsela ss ~), nachmals im zehnten Jahrhundert Jecsalis
und später S. Felix de Guixols genannt worden ist39); jedenfalls
ist es aus der Übereinstimmung von Lras und LraH 1 sicher, dass 4 J
ein dem S verwandter Laut gewesen ist, indessen der Sprung von
da bis TZ ist doch etwas zu schnell; eben so wenig kann hiebei in
Anschlag gebracht werden, dass, weil der Name Tsekedo (Leg. 292)
mit Ts geschrieben worden sei 40 ), desshalb 4 1 nicht für Ts, sondern
für Tz zu halten sei, auch das nicht, dass viele Ortsnamen auf 4 J
endigen. Wir glauben daher jene von Mommsen in Betreff des
dorischen San gemachte Äusserung hier ebenfalls zur Anwendung
bringen zu dürfen, wonach L H —scli gewesen sein möchte. Der eigentliche
Grund, warum Boudard, der noch in seinem frühem Werke
(l'Alphabet Iberien) 4 1 = Sellin annahm 4 t), dafür das TZ lieber
angewendet wissen wollte, scheint in der Meinung, das Iberische
auch in dieser Hinsicht aus dem Baskischen erklären zu können, zu
liegen; allerdings findet sich die Endung -itz sehr häufig im Baskischen
vor.
Merkwürdig bleibt immer die vollkommene Übereinstimmung in
der Gestalt zwischen dem griechischen Psi und unserem 4 1 , welches
dem phönizischen Schm viel näher steht als das archaistische M.
Ehen so ist es auffallend, dass es den Anschein hat, als oh die Form
des Samech ? (iber. $ und ?) sich in dem griechischen £ erhalten
habe 4 ^). Wir führen diese beiden Erscheinungen nur als solche an
ohne weitere Consequenzen daraus ziehen zu wollen.
Wenn indessen einem der iberischen Consonanten die Bedeutung
von TZ beizulegen ist, so kann dies nur Zade sein, wie ja auch
dieser punische Buchstabe in der nämlichen Weise von den Puniern
umschrieben wird 4 «); Tzade bildet offenbar den Gegensatz zu dem
etwas sanfteren Dzain, so wie Samech als weicheres S gegen den
rauhen Laut Schin.
Die Römer machten mit allen diesen Sibilanten einen kurzen
Process; mit wenigen Ausnahmen gaben sie dieselben durch ihr S
38 ) Avien. Ora marit. v. 527.
39 ) Petr. d. Mar ca, Maria Hisp. p. 164.
40 ) Das zweite Zeichen £ dieser Legende ist übrigens gewiss ein 2*
41 ) Boudard, Etudes. PI. V. n. 35.
A2) Vgl. Mommsen, a. a. 0. S. 11.
Vgl. Schröder, a. a. 0. III. Anin.
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