Über das iberische Alphabet.
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erwähnt wird. Es ist dies Cale an der Mündung des Douro so),
welches der Legende ¥dman dadurch näher kommt, dass es auch
Calem genannt wird.
Jedenfalls dürfte aus diesen Erörterungen so viel hervorgehen,
dass X kein für sich bestehender Buchstabe ist; wir halten ihn
viel mehr für einen Gutturalen, dessen Ähnlichkeit mit X in der
Form X und mit X, X und X darin hervortritt, dass der Querstrich
nicht oben und nicht unten, sondern durch die Mitte gezogen
ist.
2. Die Sibilanten,
Wenn den Römern der stridor punicus, d. h. der häufige
Gebrauch von Zischlauten, bei den Karthagern zuwider war 31 ), so
haben sie in Hispanien nicht minder Gelegenheit gehabt, diesen
Ohrenschmauss zu gemessen. Die Iberer hatten gleich den Phöniziern
vier Sibilanten Z, ?, S und L H. Bekanntlich fanden in der
ältesten Zeit diese vier phönizischen Zeichen sich auch im griechischen
Alphabete vor 33 ); sie schmolzen hier aber zusammen und
„haben zum Theil Namen und Platz im Alphabete gewechselt, zum
Theil sind sie ausser Brauch gekommen“; wie das geschehen,
„darüber ist die Forschung noch nicht zum sicheren Abschluss
gelangt“. Gesenius erklärt die Sache so 33 ): die Griechen haben
das phönizische Scnnech unter dem Namen Sigma, das Scliin als San
recipirt, jenem das Zeichen 2. diesem M oder M gegeben; der
rauhe Ton des San sei ihnen nachmals immer mehr zuwider
geworden und endlich ganz ausser Gebrauch gekommen; seither
seien jene beiden Namen und Zeichen zu einem Buchstaben geworden,
der im Alphabete die Stelle des Scliin. erhielt, während der
neue Buchstabe Z den Platz erhielt, welchen bisher das Samech eingenommen
hatte; was sodann die beiden anderen Sibilanten anbe-30
) Nach diesem Orte hat das Königreich Portugal den Namen erhalten. Vgl. F o rbiger,
Alte Geographie. Bd. 3. S. 87.
51 ) Hi er on. Epist. 97.
32 ) Corssen, Alphabete bei Pauli, Realencyklopiidie. Bd. 1. Abth. 1. S. 799.
3S ) G e senius, I. c. p. 66.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LXV. Bd. II. Hft.
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