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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Phillips

diesen  Zischlaut  in  den  archaistischen  Alphabeten  das  M  angewendet
wird;  er  liest  demnach  Eisern  oder,  wie  schon  vor  ihm  Velasquez
linder  sich  verbessernd  Elm  an  10 ).  Von  da  war  der  Weg  zu  dem  Stadtnamen ­
  'Elyavrix.ii  desPolybius 20 )  und  Helmantica  des  Livius 21 )  nicht
weit.  Das  Zeichen^kann  daher  nicht  direct  gleich  dem  griechischen
Ela  sein,  aber  möglicherweise  könnte  es  ein  zusammengezogenes
H  darstellen.  Boudard,  welcher  eine  Menge  von  Münzen  mit  dieser
Legende  mittheilt,  hält  das  ZaXpiavrwr;  des  Ptolomäus 22 )  für  identisch ­
  mit  jenem  'EXy.cxvTiy.ri  und  überweist  daher  alle  jene  Münzen
der  berühmten  Stadt  Salamanca 23 ).  Auch  Hübner  hat  sich  zwar  für
die  Identität  vonEXptavnx^  lind  Salmantica,  jedoch  dagegen  erklärt,
dass  die  sehr  häufig  mit  iberischen  Legenden  vorkommenden  Münzen
„in  quibtis  Elmanticae  nomen  legi  somniatum  est  a  mnltis“  dieser
Stadt  angehören  24 ).  Bei  dem  Widerspruche  einer  so  grossen
Autorität  in  dieser  Materie  wird  es  um  so  mehr  darauf  ankommen,
wie  der  Buchstabe  X  zu  deuten  sei.  Boudard  gibt  ihm  den  Laut
des  französischen  Ch  25 j,  was  freilich  mehr  dem  phönizischen  Schm
entsprechen  würde,  das  wiederum  die  Römer  durch  ein  S  wiederzugeben ­
  liebten 2 «).  Wäre  cs  für  ein  77,  d.  h.  für  einen  Spiritus
asper  zu  nehmen,  so  würde  also  dasselbe  die  Stelle  eines  S  vertreten ­
  27 ).  Ist  es  aber  ein  eigentlicher  Guttural,  gleich  X,  so  könnte
keiner  jener  Namen  zur  Deutung  gebraucht  werden  und  man  müsste
sich  noch  um  andere  Ortsbezeichnungen  Umsehen.  Ohne  damit  einen
Vorschlag  machen  zu  wollen,  da  die-  spätere  Berühmtheit  eines
Namens  nicht  einer  in  alter  Zeit  sehr  kleinen  Ortschaft  zu  Gute
kommen  kann,  möge  nur  auf  die  Stadt  der  Callaici  hingewiesen
werden,  welche  von  Sallust 28 )  und  in  Antonins  Itinerarium 29 )

1 ‘ J )  Essai  de  Classification,  p.  143.
20 )  Polyb.  III.  14.  1.
2  1)  Liv.  XXI.  5.
22 )  Ptolom.  II.  4.  p.  117.  19.
28 )  Boudard,  1.  c.  p.  294.
2 ^)  Hühner,  1.  c.  p.  109.
25 )  Boudard,  1.  c.  p.  48.
2ß )  S.  unten  2.
27)  Vgl.  Curtius,  S.  331.
28 )  Sallust.  fr.  bei  Serv.  ad  Virgil.  Aen.  VII.  728.
20 )  Itin.  Anton,  p.  421.
            
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