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Phillips
übernimmt keine Garantie für diese Legende und auch B ou d ard > 2 ),
dem dieselbe zur gewünschten Unterstützung der Annahme eines
iberischen G dienen würde, will sie nicht anerkennen »s).
Es ist um so weniger zu wundern, dass die Römer und Griechen
sich die Aussprache der iberischen Gutturalen vereinfachten, als
auch auf den einheimischen Münzen in der Anwendung der Zeichen
bei der Schrift gar nicht sorgfältig unterschieden wurde. Es ist dies
eine Erscheinung, wie sie in analogen Verhältnissen auch bei den
Phöniziern vorkommt 14 ). Dessenungeachtet ist gewiss nicht anzunehmen
, dass es in der That keinen Unterschied in der Aussprache
gegeben haben sollte; es haben gewiss auch hier feineNuancirungen
bestanden und zwar dieselben wie zwischen den phönizischen Buchstaben
Gimel, Kaph und Kopli, aus welchem <, K und X hervorgegangen
sind. Wir halten aber auch dafür, dass nicht blos X, X
und X Nebenformen von X sind, sondern dass dies auch von X gilt;
in X und X ist der untere, in X der obere Verbindungsstrich, in X
der obere und untere hinweggefallen.
Bisher war nur von fünf iberischen Gutturalzeichen die Rede;
gah es noch ein sechstes? Diese schwierige Frage klar zu lösen,
fühlen wir uns wegen mancher in der Untersuchung auftauchenden
Widersprüche bisher noch nicht in der Lage; doch möge zusammengestellt
werden, was sich etwa darüber sagen oder vermuthen lässt. Es
ist das SchriftzeichenX oderX, welches hier in Betracht zu ziehen ist;
Boudard 15 ) gibt noch zwei andere Formen X und X dafür an, die
man aber in den von ihm mitgetheilten Legenden nicht antrifft.
X findet sich hei Saulcy. Wir glauben nicht, dass dasselbe darauf
Anspruch machen kann, der Ausdruck eines für sich bestehenden Lautes
zu sein. Im phönizischen Alphabete findet sich keine Analogie dafür,
höchstens ähneln ein paar Formen des Aleph oder Tau 16 ); allein
12 ) Boudard. a. a. 0. p. 21. 28.
lo ) Andere Beispiele des Vorkommens des G in latinisirten hispanischen Namen
lassen sich aus Hübner I. c. so manche zusammenstellen; z. B. Argaeli (n. 2907),
Astigi (n. 1443; vgl. oben Lasligi), Calagurris (n. 2939), Gigurrus (n. 2610),
Gillo (n. 3437), Igabrum (n. 1610), Igaeditani (n. 460), Hugo (n. 3239), Ossigi
(n. 2101), Tamagari (n. 2477), Urgavo (n. 2111) u. s. w.
* 4 ) Gesenius, Monumenta. p. 433. Schröder, die phönizisehe Sprache. S. 79.
15 ) Boudard, a. a. 0. PI. V.
16 ) Gesenius, 1. c. p. 20. 47.