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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Phi  i  I  i  s

leicht  eine  nicht  gelangen  ist,  hei  de  Saulcy  von  fünfen  kaum  eine
richtig  ist.  Wir  stellen  in  unserer  Erörterung  die  Consonanten  auch
schon  desshalb  voran,  weil  mit  diesen  die  Griechen  und  Römer  sich
doch  einigermassen  zurecht  zu  finden  wussten,  während  ihnen  und
zwar  den  letzteren  in  noch  höherem  Grade  als  den  ersteren  der
iberische  A^ocalismus  fast  uniibersteigliche  Hindernisse  geboten
haben  muss;  ein  Grund,  warum  wir  der  Meinung  Iluinboldt's  nicht
beistimmen  können,  dass  den  Römern  die  Aussprache  des  Keltischen
noch  weniger  geläufig  als  die  des  Iberischen  gewesen  sei 3 ).
I.  Die  Consonanten.
1.  Die  Gutturalen.
Zur  Classe  der  Gutturalen  gehören  die  Ruchstaben  <,  <,  K,  X
und  X,  also  fünf  verschiedene  Schriftzeichen.  Schon  diese  Zahl
lässt  vermuthen,  dass  nicht  jedes  derselben  einen  besonderen  Laut
ausgedrückt  habe,  sondern  einige  von  ihnen  mit  anderen  gleichbedeutend ­
  waren.  Es  ist  dies  bereits  in  Retreff  der  beiden  Zeichen  <
und  4  dargethan  worden 4 ).  Wenn  man  indessen  die  Legenden
genauer  mit  einander  vergleicht,  so  nimmt  man  wahr,  dass  dieselben
auch  zwischen  diesen  beiden  Zeichen  einerseits  und  K  andererseits
keinen  strengen  Unterschied  beobachten.  Als  Beispiel  dafür  kann
zunächst  das  oben  besprochene  Suffix 5 )  dienen,  welches  bald  -<P,
bald  -<P,  bald  KP  geschrieben  wird  (vgl.  Leg.  79.  80.  160);  eben
so  wechselt  auch  in  den  grösstentheils  aus  römischen  Buchstaben
bestehenden  Legenden  Carmo  und  Carteia,  das  C  mit  dem  K  ab
(vgl.  Leg.  10  —  12  mit  Leg.  35.  13  und  34);  dasselbe  gilt  von
dem  Ur(i)cekn,  in  welchem  der  erste  Guttural  einmal  als  C
(Leg.  296),  das  andere  Mal  als  K  erscheint  (Leg.  297).
Schreitet  man  in  der  Vergleichung  der  hieher  gehörigen  Legenden ­
  noch  weiter  fort,  so  findet  man,  dass  jf  wiederum  übereinstimmend ­
  mit  X  gebraucht  wird;  z.  B.  Kmit  (Leg.  175)  und  Xinit

3 )  v.  Humboldt.,  Untersuchungen  über  die  Urbewohner  Ilispaniens.  S.  3o.  Note  38.
4 )  S.  oben  VI.  S.  39.
5 )  S.  oben  III.  S.  39.  —  Sollte  in  Leg.  234  das  Q  am  Schlüsse  des  Namens  aus  dem
Suffix  <p  hervorgegangen  sein  und  die  Stelle  eines  Plurals  vertreten  ?
            
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