Über das iberische Alphabet.
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Zeit der Republik, die jüngsten in die Caligula’s geboren 2 ).
Dass Phönizier und Römer das Prägen der Münzen überhaupt erst
yon den Iberern erlernt hätten, gehört zu den Träumereien hyperpatriotischer
Basken s ).
Eben so wenig als von numismatischen Fragen kann jetzt schon
von einer Erklärung der .Münzlegenden die Rede sein; wir behandeln
hier dieselben lediglich und allein von dem Standpunkte aus, dass
sie dazu dienen sollen, um das iberische Alphabet zu constatiren;
ihre Bedeutung für Geographie und Ethnographie wird Gegenstand
einer besonderen Untersuchung werden.
Das interessante Material, welches wir in den nachfolgenden
Münzlegenden den Sprachforschern zugänglicher machen, als es
ihnen bisher gewesen ist, mögen sie zum Nutzen und Frommen der
Wissenschaft besser als wir es können, ausbeuten und verwerten
!
Wir folgen darin dem Beispiele des jüngeren Grotefend,
welcher auch ein grosses Verzeichniss iberischer Legenden mit der
Aufforderung an alle Gelehrte zur Entzifferung veröffentlichte. Leider
haben wir uns diese im Jahre 1837 erschienene Arbeit bis jetzt nicht
verschaffen können 4 ).
<t>[AwN
CcoTAAOT
MO¥EATHC
PIIT co P
APTEMIA co P co
Tw AAEAipw
PHTOPI
Mit diesem griechischen P(H)TojP würde ein iberisches P. TOP in der äusseren
Erscheinung viel Ähnlichkeit haben. Mehr Wahrscheinlichkeit hat eine zweite
Vermuthung, nämlich die, dass dieses „Ptop“ jenem IITHO entspräche, welches
sich öfters auf keltischen Münzen des südlichen Galliens findet. S. Mommsen
a. a. 0. S. 244. S. 253.
2 ) Mommsen, römisches Miinzwesen, S. 669.
3 ) Vgl. Boudard, Numismatique Iber. p. 145.
Vgl. de Saulcy, Essai de Classification, p. 3.