Über das iberische Alphabet.
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demselben uns einverstanden erklären können. Unserer Meinung nach
fehlt dem iberischen Alphabete nicht blos das F, sondern auch das G;
es dürfte ferner der Buchstabe X als Q und nicht minder L H und ^
dem Alphabete unmittelbar einzureihen sein, während wir b (co)
gar nicht für einen besonderen Buchstaben halten; ferner ist H mit Y
identisch und somit würden wir zu dem noch weiter festzustellenden
Resultate gelangen, dass das iberische Alphabet überhaupt nur
21 Buchstaben zählt, nämlich 5Vocale, einen spiritus-asper und
IS Consonanten.
Wir bleiben indessen vor der Hand bei den von Boudard
erzielten Resultaten und legen dieselben bei den nachfolgenden
Erörterungen zu Grunde. Zum Zwecke dieser hier aufzustellenden
Untersuchungen erscheint es geeignet zuerst durch Vorlage des
gesammten uns zu Gebote stehenden Materials eine genauere Anschauung
des iberischen Alphabetes zu vermitteln. Dieses Material
besteht theils in Münzlegenden, theils in einigen nicht zahlreichen
Inschriften; wir müssen freilich darauf verzichten, Alles hinlänglich
zu erklären.
V.
Zusammenstellung des Materials*.
A.
Die iberischen Münzlegenden.
Zu den iberischen Münzlegenden, welche hier fast sämmtlich aus
Boudard entnommen werden, zählen wir auch solche, die zum grösseren
Theile aus lateinischen und nur aus einem oder wenigen iberischen
Buchstaben bestellen. Es sind diese Legenden in der nachfolgenden
Zusammenstellung unter 307 Nummern vertheilt und darunter, um
einstweilen nicht von Boudard abzuweichen auch zwei, „Libeco“
(n. 38) und „Ptop“ (n. 50), aufgenommen worden, die wohl nicht
hieher gehören, ja überhaupt von jenem Autor missverständlich
* Dem Beispiele Gesenius in seinen Monumenta folgend, geben wir die einzelnen
Formen in möglichster Vollständigkeit an.