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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

Über  das  iberische  Alphabet.

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demselben  uns  einverstanden  erklären  können.  Unserer  Meinung  nach
fehlt  dem  iberischen  Alphabete  nicht  blos  das  F,  sondern  auch  das  G;
es  dürfte  ferner  der  Buchstabe  X  als  Q  und  nicht  minder  L H  und  ^
dem  Alphabete  unmittelbar  einzureihen  sein,  während  wir  b  (co)
gar  nicht  für  einen  besonderen  Buchstaben  halten;  ferner  ist  H  mit  Y
identisch  und  somit  würden  wir  zu  dem  noch  weiter  festzustellenden
Resultate  gelangen,  dass  das  iberische  Alphabet  überhaupt  nur
21  Buchstaben  zählt,  nämlich  5Vocale,  einen  spiritus-asper  und
IS  Consonanten.
Wir  bleiben  indessen  vor  der  Hand  bei  den  von  Boudard
erzielten  Resultaten  und  legen  dieselben  bei  den  nachfolgenden
Erörterungen  zu  Grunde.  Zum  Zwecke  dieser  hier  aufzustellenden
Untersuchungen  erscheint  es  geeignet  zuerst  durch  Vorlage  des
gesammten  uns  zu  Gebote  stehenden  Materials  eine  genauere  Anschauung ­
  des  iberischen  Alphabetes  zu  vermitteln.  Dieses  Material
besteht  theils  in  Münzlegenden,  theils  in  einigen  nicht  zahlreichen
Inschriften;  wir  müssen  freilich  darauf  verzichten,  Alles  hinlänglich
zu  erklären.
V.
Zusammenstellung  des  Materials*.
A.
Die  iberischen  Münzlegenden.
Zu  den  iberischen  Münzlegenden,  welche  hier  fast  sämmtlich  aus
Boudard  entnommen  werden,  zählen  wir  auch  solche,  die  zum  grösseren ­
  Theile  aus  lateinischen  und  nur  aus  einem  oder  wenigen  iberischen
Buchstaben  bestellen.  Es  sind  diese  Legenden  in  der  nachfolgenden
Zusammenstellung  unter  307  Nummern  vertheilt  und  darunter,  um
einstweilen  nicht  von  Boudard  abzuweichen  auch  zwei,  „Libeco“
(n.  38)  und  „Ptop“  (n.  50),  aufgenommen  worden,  die  wohl  nicht
hieher  gehören,  ja  überhaupt  von  jenem  Autor  missverständlich

*  Dem  Beispiele  Gesenius  in  seinen  Monumenta  folgend,  geben  wir  die  einzelnen ­
  Formen  in  möglichster  Vollständigkeit  an.
            
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