Über das iberische Alphabet.
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ausgehen darf 6 ), wenn auch so manche einzelne Frage noch nicht
genügend gelöst worden ist. Zu jenem Ziele zu gelangen war in der
Tliat um so wünschenswerther, als bisher hierin eine grosse Unsicherheit
herrschte und es Vorkommen konnte, dass eine und dieselbe
Münzlegende Rinthiris und Gentuge gelesen werden konnte, von
welcher Boudard festgestellt hat, dass sie Khonooriba zu
lesen sei 7 ).
Boudard hat das iberische Alphabet in zwei verschiedenen
Werken behandelt, nämlich in seinen „Etudes sur l’Alphabet
Iberien et sur quelques monnaies autonomes d'Espagne“ (Paris et
Beziers. 1852. S°.) und in dem „Essai sur laNumismatique Iberienne,
precede de recherches sur l’Alphabet de la langue des Iberes“
(Paris. 18ö9. 4°.). Freilich können wir nicht umhin zu bemerken,
dass Boudard in diesem neueren Werke manche frühere Ansicht
aufgegehen hat, die uns wenigstens richtiger erschienen ist als dasjenige,
was er an die Stelle gesetzt hat. Wir w,erden mehrmals
Gelegenheit finden, dies hervorzuheben und näher zu begründen.
Was die frühere Literatur dieses Gegenstandes anhetrifft, so
hat Bou dard allerdings mehrere verdienstvolle Vorgänger gehabt;
dazu gehören aus neuerer Zeit vornehmlich folgende Schriftsteller:
Domenico Sestini, Descrizione delle Medaglie Ispane. Firenze,
1818.4.; Fr. de Saulcy, Essai de Classification des monnaies
autonomes d’Espagne. Metz. 1840 ; J. J. Akerman, Ancient Coins
of Cities and Princes. London. 1846. 8 und G. Dan. de Lorichs,
Recherches Numismatiques concernant principalement les Monnaies
Celtiberiennes, Paris. 1852. 4. Wegen der Abbildungen iberischer
Münzen wäre auch noch Sabatier, Iconographie de cinq mille
medailles Romaines, ßyzantines et Celtiberiennes. St. Petersb. 1849.
fob, ein Werk, welches Boudard unbekannt geblieben zu sein
scheint, zu erwähnen, wobei nur zu bedauern ist, dass es hier selbst
6 ) Die von demselben versuchten Namenserklärungen aus dem Baskischen halten wir
meistens nicht für geglückt.
7 ) Vgl. Boudard. Numismatique Iber. p. 167. Auf jenem Standpunkte steht man
noch in Betreff des turdetanischen Alphabetes. Für eine Legende, welche Ackerman,
Ancient. coins p. 47 Aetitboe liest, scheint man eben so wohl Josilam als Josilns
vorschlagen zu dürfen.
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