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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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Phillips

„noch  mehr  Namen  hinzuzufügen,  widert  an;  ich  scheue  mich  vor
der  Langweile  neuer  unerquicklicher  Schreiberei,  es  sei  denn,  dass
Jemand  ein  Vergnügen  daran  fände,  die  Namen  Pleutauren,
Bardyeten,  Allotriger  und  andere  noch  hässlichere  und  verworrenere ­
  zu  vernehmen s ).
Doch  hören  wir  nunmehr  einige  dieser  echten  iberischen  Namen,
wie  sie  uns  durch  Münzlegenden  geboten  und  von  Boudard  gelesen
werden  «):  Aoraq'tz,  Q°noor i b,  Bortze;  aus  dem  ersten  machten  die
Römer  Arevaci;  der  zweite  wandelte  sich  in  Contrebia;  aus  Bortze
wurde  Bursao.  In  gleicher  Weise  gaben  die  Römer  Eoatia  durch
Viatia,  H°tzom  durch  Uxama,  OoaqHz  durch  Vaccaei,  Ootoot
durch  Autetani  wieder  n).  Was  sollten  sie  aber  wohl  mit  Meqpioik'n,
  Ohaoq'n,  Q°noiq‘tz,  mit  Tzutz  und  Tzoob  anfangen?
Vergleichen  wir  damit  einige  der  Erklärungen  Humboldt's,
so  ist  ersichtlich,  dass  z.  B  .Arevaci  nicht  von  dem  bask.  area  und  ba
(was  „tiefe  Ausdehnung“  bedeuten  soll)  herkommen  kann  «).  Auch
der  Name  der  Stadt  Biatia  lässt  sich  nicht  durch  bask.  bi  (zwei)
und  atia  (eigentlich  atea,  Thüre)  erklären«).  Eben  so  wenig
ist  es  zulässig  die  Autetani  als  die  Bewohner  eines  „Landes  des
Staubes,  der  Trockenheit“  anzusehen,  weil  autsa  im  bask.  „Staub“
heisst 14 );  davon  ist  in  Ootoot  keine  Spur.  Auch  kann  Contrebia
nicht  als  ein  Beispiel  einer  iberischen  Consonautengruppe  „tr“  angeführt ­
  werden  «),  da  es  ursprünglich  Qonoorib  heisst,  auch  Glando-9

 )  Vgl.  nach  Lu  cian.  Necyon.  (Augus  t.  Opp.  II.  26).  —  Vgl.  Schröder,  a.  a.  0.
S.  37.  Note  4.
10 )  Wir  behalten  einstweilen  ßoudard’s  (Numismatique  Iberienne)  Deutungen  bei,
obschon,  wie  sich  weiter  unten  herausstellen  wird,  wir  keineswegs  in  allen  Einzelnheiten
  denselben  zustimmen  können.  Insbesondere  gilt  dies  auch  an  dem
iberischen  Buchstaben  4^  dessen  Bedeutung  erst  weiter  unten  erörtert  werden
kann.
1 0  Vgl.  noch  Chaho,  Histoire  primitive  des  Euskariens-Basques.  Tom.  I.  p.  4.
S.  Boudard,  Etudes  sur  1'Alphabet  Iberien.  p.  39.  S.  auch  dessen  Numismatique
Iberienne.  p.  328.
,2 )  Humboldt,  Untersuchungen.  S.  103.  Note  90.
13 )  Humboldt,  a.  a.  0.  S.  67.
Hu  m  b  o  1  d  t,  a.  a.  0.  S.  63.
15 )  Humboldt,  a.  a.  0.  S.  87.
            
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