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Phillips
Larrame nil i 5 ) und sodann in neuerer Zeit vornehmlich Astarloa«)
ihr wiederum allgemeines Ansehen verschafften. Das grosse Wagniss,
aus der heutigen baskischen Sprache den Beweis für diese Ansicht
zu führen, konnte nur einMann von dem Wissen und dem Scharfsinn,
wie Humboldt diese Eigenschaften in seltenem Grade vereinigte,
unternehmen 7 ). Dieser grosse und vortreffliche Mann bedarf nicht
erst unserer Lobpreisungen, aber wir halten uns auch davon überzeugt,
dass, lebte er noch, er mit Güte und Nachsicht sogar die Einwendungen
aufnehmen würde, die Jemand, der den speciellen Beruf
des Sprachforschers nicht theilt, gegen manche Resultate seiner
Forschungen 8 ) zu machen sich erlaubt. Insbesondere hat Humboldt
auf die geistvollste Weise ein grosses sprachliches Material zusammengestellt,
um aus diesem, vornehmlich aus einer Masse von
Namen der Berge und Flüsse, der Völker, Städte und Personen,
welche bei den Iberern zur Römerzeit vorkamen, die Übereinstimmung
der baskischen und iberischen Sprache lJ ) und eben als Corollar
daraus, die Identität der Basken und Iberer darzuthun versucht 10 ).
5 ) Larramendi, Diccionario trilingue. Proleg. P. II. cap. 7. p. LXIX. (El bascuense
es lengua primitiva de Espana).
6 ) Astarloa, Apologia de la lengua Bascongada. Madr. 1808.
7 ) Vergl. S. F. W. Hoffmann, die Iberer im Westen und Osten. S. 95.
8 ) Es ist in der That zu bedauern, dass der Nachlass Humboldt’s, der unstreitig
noch ein reichhaltiges Material für das baskische Sprachstudium enthalten
muss, bisher noch gar nicht zugänglich geworden ist.
9 ) Die Ansicht Humboldt’s hat in neuester Zeit fast allgemeine Anerkennung
gefunden. Francisque-Michel, Le pays Basque (Paris, 1857) p. 9. vertritt
im Gegensätze dazu die Meinung, die baskische Sprache sei von jeher nur in den
sieben Provinzen (Labourd , Soule, Nieder- und Ober-Navarra, Alava, Guipuzcoa
und Biscaya), wo es noch heute die Landessprache ist, geredet worden. Wenn er
sich dabei aber aufOi'henart (Note 1) beruft, so dehnt dieser Schriftsteller das
frühere Sprachgebiet des Baskischen doch auf Asturien, Galizien und Lusitanien
aus und nimmt auch für das übrige Hispanien ein jenem ähnliches Idiom an. Jener
Ansicht ist in neuester Zeit auch Ga rat, Origines des Basques de France et
d’Espagne (Paris, 1869) beigetreten.
I0 ) Früher glaubte Humboldt viel Griechisches in der baskischen Sprache zu finden.
Vergl. Gesammelte Werke, ßd. 5. S. 240 (Brief an Aug. Fried. Wolf. 1801)-Worte,
wie colera, escola, aingeru (angelus), mcndecoste (pentecoste) kann Humboldt
damit nicht gemeint haben ; eher Hesse sich noch arto (ccprog, ßrod) anführen
; vergl. Lecluse, Graminaire basque. p. 32); aber auch darauf ist kein
Gewicht zu legen, um so mehr als Brod im eigentlichen Sinne ogi heisst und mit
jenem Ausdrucke nur das Maisbrod bezeichnet wird.