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K v 1 c a 1 a
conspicere. Zu ähnlichem Zwecke werden auch andere Präfixe gebraucht,
wie per (pervenire), ob (obstupui) u. s. w. Den ausgedehntesten
derartigen Gebrauch von den Präpositionen macht bekanntlich
das Slavische, dem freilich auch noch andere Mittel zur Erreichung
dieses Zweckes zu Gebote stehen. So gelangen z. B. im Böhmischen
Praesentia durativa durch Verbindung mit zahlreichen Präpositionen
im Indicativ zur Geltung eines Futurs, d. h. es wird auf diese Weise
dasjenige Stadium bezeichnet, in welchem die durch das einfache
Verbum bezeichnete dauernde Handlung das angestrebte Ziel erreicht;
so prijdu (ich werde ankommen), dojdu (ich werde hinkommen)
vejdu (ich werde eintreten), sejdeme se (wir werden Zusammenkommen),
opp. jdu, ich gehe. In den anderen Modis, sowie im Infinitiv
und Participium, tritt das aoristische Moment hervor; z. B.
pfijd’ =- npbaslSrs, vejdi — daslSls, sejiti se ----- axtvs.lSrs.lv. Soll in
der Zusammensetzung mit diesen Präfixen das praesentische (durative
oder iterative) Moment aufrecht erhalten werden, so müssen andere
Formen des Verbs gewählt werden, wie prichdzim = TcpoGspyogou,
schdzime se (durativ oder iterativ) = ax>vspypp.sSja (wir sind darin begriffen,
uns zu versammeln oder wir pflegen zusammenzukommen),
schdzivdme se (nur iterativ) kazddho dne (wir pflegen täglich zusammenzukommen).
Wenn die lateinische Sprache zuweilen com- in ähnlicher Absicht
verwandte, so wollte sie dadurch das Zusammenfassen der einzelnen
Momente zu einem Resultate, den von Erfolg begleiteten Abschluss
einer dauernden Handlung bezeichnen (conficio opp. facio),
und das dazu gewählte Mittel ist ohne Zweifel ein sinniges.
Die Bedeutung der Gleichheit und Übereinstimmung, die manche
Composita mit com- haben, hägt mit dem Begriff der Einheit zusammen
(vgl. opcög, Spxoiog, similis u. a.). So concolor „was eine
Farbe mit etwas anderem, dieselbe Farbe hat), concors einmüthig.
Auch in condignus liegt wol nicht eigentlich der Begriff „sehr würdig“
(wie Freund im Lex. angibt), sondern con bezeichnet nochmals den
durch das einfache dignus bereits ausgedrückten Begriff der Übereinstimmung
mit der Sachlage, der Angemessenheit; freilich ist es
wahr, dass auf diese Weise auch eine Verstärkung des Begriffes von
dignus erzielt wird. Sehr lehrreich ist commodus, welches Wort die
Übereinstimmung mit dem gehörigen Masse, also das entsprechende
Mass bezeichnet, z. B. commoda statura (Plaut. Asin. 2, 3 21),