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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 65. Band, (Jahrgang 1870)

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K  v  i  c  a  I  a

ovzog,  tovto  aus  den  Elementen  sa  (ta)  und  tva  entstand,  also  ovzog
aus  der  Grundform  satvas,  durch  Metathese  des  v  (u)  sautas.
Bezüglich  dieser  Metathese  vergleiche  z.  B.  oulog  —  *6),  Fog  =
*dXfo?  =  skt.  sarvas.  Das  erste  Element  von  ovzog  (d  =  sa,
To-  =  ta-)  blieh  undecliniert,  da  beide  Elemente  innig  verschmolzen.
Auch  zavza  bildet  wohl  nicht  (wie  Sonne  annimmt)  eine  Ausnahme
davon,  sondern  es  zeigt  diese  Form  den  ersten  Tlieil  nur  scheinbar
decliniert;  in  Wirklichkeit  hatte  wol  auf  diese  Form  das  einfache
Pronomen  rd  nur  insofern  einen  Einfluss,  dass  zavza.  der  Analogie
von  t«  folgte  und  sich  dieser  Form  nach  Möglichkeit  assimilierte.
Der  Einfluss  dieser  Analogie  von  d  zeigt  sich  ja  auch  in  den  Formen
ovzog,  aörvj,  tovto,  ovtoi,  aurat,  dagegen  dorisch  roörot  (wie  auch
rot),  zaüzai  (wie  auch  rat).  —  Diese  Erklärung  des  Ursprungs  von
ovzog  wird  durch  den  Sprachgebrauch  bestätigt.  Vielfach  haben
bereits  Erklärer  und  Lexikographen  auf  den  analogen  Gebrauch  von
ovzog  und  iste  aufmerksam  gemacht.  Besonders  beachtenswerth  aber
ist,  dass  ovzog  in  der  Anrede  oft  =  heus  tu,  clu  da  gebraucht  wird,
wie  Aisch.  Suppl.  889  ovzog,  zi  xoceig;  Sopb.  Ai.  71  ovzog,  ge....
xpoG[>.okEvj  y.alCb.  1047  ovzog,  ge  yoxv*.  Plat.  Symp.  init.  d  <J>aAr/psO?
ovTog  ’ATiollodupog,  ob  nepi/j.svEig;  Prot.  310  B.  'l7inoxpä.Tr]g  ouro?,
p.r ;  rt  vstiiTEpov  ä-yyillEig;  dagegen  wurde  dos  (wie  hic)  sehr  oft  mit
Bezug  auf  die  erste  Person  gebraucht.
lpse.
Bopp's  Erklärung  (II,  131),  dass  pse  aus  dem  Pronominalstamm
sva  durch  Umstellung  entstanden  sei,  wie  syrak.  tpiv  —  G<piv  —  g^lv,
wird  allgemein  für  unzulässig  gehalten.  Gewöhnlich  nimmt  man,  und
wohl  mit  Recht,  an,  dass  -pse  mit  -pte  identisch  ist.  Für  diese  Ansicht ­
  spricht  die  ähnliche  Verwendung  beider  Partikeln  (beide  werden
nur  an  Pronomina  angehängt:  mepte,  mihipte,  Cato’s  vopte,  meopte,
suopte  und  ebenso  i(s)pse  und  auch  sepse)  und  die  gleiche  Bedeutung ­
  derselben;  so  sagt  Fest.  p.  379  „vopte  pro  vos  ipsi  Cato  posuit.“
Das  s  von  is  ist  in  ipse  eben  so  geschwunden  wie  in  vopte,  idem.
Die  Veränderung  von  pte  in  pse  könnte  freilich  auffallend  erscheinen,
da  pt  im  Latein  im  Inlaut  nicht  unbeliebt  war:  aber  vergl.  capsa,

ovzog  eigentlich  o-rog,  a-rvj,  rd-ro,  das  u  aber  der  Euphonie  halber  eingeschohen
sei,  finden  keinen  Anklang.
            
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