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K v i c a I a
Wenn das positive Resultat der Untersuchung Savelsberg’s richtig
wäre, so müsste man meiner Ansicht nach die relative Geltung
aus der indefiniten erklären (vgl. oben). Aber die Ansicht von
der Entstellung des og aus xfo? hat Curtius (Grundz. d. gr. Etym.
II, 178) widerlegt. Zwar könnte Savelsberg auf Curtius’ Einwendung:
„Die demonstrative Bedeutung des gr. og in y.ai og £<oy)
spricht gegen diese Herleitung“ erwidern, dtss er am Schlüsse seiner
Abhandlung ausdrücklich zugegeben habe (nach Curtius' Vorgang in
Kuhn’s Ztschft. 6, 93), dass vor der fragenden Bedeutung dem
Stamme xa, kva die hinweisende zukam und dass x«t og O-vn
(sowie auch der demonstrative Gebrauch von üg oder cSj) von diesem
Standpunkte erklärt werden könne; aber der andere von Curtius
angeführte Grund ist entscheidend: „Wie unwahrscheinlich ist es,
dass das Griechische von den beiden Consonanten den ihm ganz
geläufigen zu Gunsten des so wenig festen, von Anfang an schwankenden
f aufgegeben haben sollte!“ Es lässt sich aus dem Griechischen
kein Beispiel eines Abfalls des fc in der Lautgruppe xf anführen.
Aus xfog konnte nur werden 9 y.vg (wie y.iio.y.uvög aus kvan-, skr.
(;van) oder a 7tog aus *jznog (wie önnoze aus o'xfors), oder *xoj, niemals
aber foj.
Aber dass Savelsberg die gewöhnliche Ansicht, og sei jas,
erschüttert hat, scheint anerkannt werden zu müssen. Curtius, indem
er an der Ansicht Sg sei —jas, festhält, macht geltend, dass der conventionelle
Gebrauch der epischen Sängerschulen selbst nach dem
Verschwinden des Lautes Jod den Hiatus und die Dehnung vor solchen
Wörtern in gewissen häufigen Wendungen aufrecht halten konnte,
ähnlich wie die späteren Epiker es mit den digammirten Wörtern
machen, nachdem längst der Spirant selbst verhaucht war (II, 178).
Wenn man dies aber auch für „gewisse häufige Wendungen“ zugehen
wollte (wie z. B. Ssog tog- und ähnl.), so ist doch anderseits zu beachten,
dass Hiatus und Dehnung sehr oft in Fällen Vorkommen, die offenbar
nicht als häufige Wendungen angesehen werden können. Ferner
zeigen sich hei den Wörtern, in denen unzweifelhaft der Spiritus
asper aus j entstanden ist, jene Erscheinungen nicht (z. B. hei öpsis,
öa/-UV//, f/arap).
Freilich wird fort von manchen für verdächtig gehalten (vgl.
Curt. I, 364; II, 36); aber die Glosse des Hesychios ßcthM&rrig
kommt dem fort wirksam zu Hilfe. Jedenfalls kann man sagen, dass