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K v l c a I a
Wenn die ursprüngliche Geltung die reflexive (sei es nun eine
speciell reflexive der 3. Person oder eine allgemein reflexive) gewesen
wäre, so begreift man nicht, wie aus dieser Beschränkung heraus
sich die Bezeichnung der 3. Person ohne Reflexion hätte entwickeln
können. Durch welchen Vorgang hätte z. B. yilzzi öz £ pjrisra Zzüg
von der angeblich ursprünglichen Bedeutung „er liebt sich“ zu der
Bedeutung „er lieht ihn“ gelangen sollen? Ferner wäre doch wol
(wenn man auch einen solchen Vorgang per iuconcessum annehmen
wollte) die Entwicklung der Bedeutung „er“ aus „sich“ überflüssig
gewesen , da die Sprache für die nichtreflexive Bezeichnung der
3. Person eine Menge von Formen hatte. Wohl aber begreift man
leicht, dass sich mit dem fortschreitenden Denken, mit der genaueren
Wahrnehmung des Verhältnisses aus der Function „is“ die reflexive
entwickeln konnte. Während man bei der entgegengesetzten Erklärung
annehmen muss, dass ursprünglich ou, of, z nur in Sätzen
gebraucht ward, deren Suhject dieselbe 3. Person ist, z. B. zKkqtgzv £
„er schlug sich“ oder nach der allgemein reflexiven Auffassung auch
in Sätzen, wie nl-oaou epi, ulriacszig gz: nehmen wir an, dass der
Gebrauch unbeschränkt war, z. B. zkIyi^oc s, zukr^dg £, ö narrip
zKkr&zv £. Wer dieser „er“ ist, der z. B. in dem Satze 6 na.rr t p
zkIr^sv £ als das Object des nkriaaziv bezeichnet wird, das ist sprachlich
unbestimmt 1 ); es konnte eine andere Person als das Suhject Ka.rr,p
sein „der Vater schlug ihn“ (die bereits erwähnte oder bekannte
Person); es konnte aber z auch auf die durch narr/p bezeichnete Person
sich beziehen „ der Vater schlug ihn, d. i. den Vater d. i.
sich.“ Bezüglich derZeit, in welcher das reflexive Moment noch
nicht gefühlt und doch 6 Karyp zrckr^zv z in der Bedeutung z —
rdv ntxTzpa gesagt wurde, ist zu bemerken, dass da z vom Standpunkte
des Sprechenden aus gesagt wurde, während man
später, als die reflexive Beziehung bereits gefühlt wurde, £ vom
Standpunkte des handelnden Subjects (rcccröp) ansah; die Aussage
1 ) Nur der Accent diente später zur Unterscheidung-, da das reflexive e orthotonirt
war, während es im entgegengesetzten Falle enklitisch behandelt wurde. Es war
aber gewiss anfangs das ursprünglich nichtreflexive e auch orthotonirt und
schwächte sich erst später ab, vielleicht gerade zu der Zeit, als der reflexive Gebrauch
aufkam; es unterliegt keinem Zweifel, dass die Unterscheidung des reflexiven e,
als des energischeren Wortes, in der Betonung sehr angemessen und natürlich
ist.