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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

P  f  i  z  m  a  i  e  r

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In  dem  Zeiträume  Kien-ngan  von  Han  (196  bis  220  n.  Chr.)
hörte  Tso-thse,  dass  der  Berg  Keu-khiö  sich  in  Kin-ling  befinde  und
mit  dem  Ngo-mei  und  Lo-feu  in  Verbindung  stelle.  Er  übersetzte  deshalb ­
  den  Strom  und  suchte  ihn.  Hierauf  betete  er  und  hütete  sich
durch  drei  Monate  und  erstieg  diesen  Berg.  Er  entdeckte  dessen
Thor  und  trat  ein.  Der  Gebieter  von  dem  Geschlechte  Miao  übergab
ihm  drei  Gattungen  der  göttlichen  Unsterblichkeitspflanze.  Er  hob
gründlich  die  Weise  von  dessen  Verdiensten  hervor  und  sagte:  Die
unsterblichen  Mädchen,  die  in  Empfang  Wohlgerüche  nehmen,  sind
in  der  Tiefe  die  Leihwache  der  betenden  und  sich  hütenden
Menschen.

Die  wahren  Menschen  der  grossen  Gipfelung  empfangen  die
mündlichen  Entscheidungen  des  grossen  Höchsten.  In  tausend  Jahren
überliefern  sie  es  fünfmal.  Man  hält  sich  an  die  Ausfertigung  der  verborgenen ­
  Bücher,  betet  und  hütet  sich  durch  fünf  Tage.  Hierauf
übergeben  sie  das  begründete  Versprechen.
Der  Perlensack  (tschü-nang)  sagt:
Die  sich  auf  die  fünf  Berghöhen  begeben,  waschen  das  Haupt
und  baden  sich  an  dem  Tage  Kiä-tse  (1),  dem  Tage  der  obersten
Decade.  Sie  beten  und  hüten  sich  durch  sieben  Tage,  dann  ziehen
sie  des  Weges.  Wenn  auf  den  berühmten  Bergen  erblühte  Unsterblichkeitspflanzen ­
  und  wunderbare  Arzneien  sind,  nehmen  sie  diese
in  Empfang  und  verfertigen  die  mennigrothe  Schrift  des  ungeschmückten
  Vortrages.  In  dieser  Schrift  bittet  man  die  aufsteigenden
Unsterblichen,  das  Zeitalter  zu  bemessen,  im  Fluge  zu  wandeln  zu
dem  höchsten  Reinen.  Man  verbeugt  sich  zweimal,  lässt  ein  weisses
Huhn  und  einen  weissen  Hund  auf  den  Felsen  los  und  entfernt  sich.
Dann  erst  sucht  man  die  erblühte  Unsterhlichkeitspflanze  und  die
wunderbaren  Arzneien.  Was  mau  wünscht,  wird  man  gewiss  erlangen. ­
  Böse  Dämonen  und  alte  Unholde  wagen  es  nicht,  die  Menschen
zu  versuchen.  Wenn  mau  den  Weg  lernt  und  dieseKunst  nicht  kennt,
ist  man  beim  Eintritt  in  die  Gebirge  vielen  Gefahren  ausgesetzt.
Das  Buch  Pao-pö-tse  sagt:
Wenn  das  Haus  die  Abbildungen  der  drei  Gestirne  besitzt,  muss
man  früher  beten  und  sich  hüten  durch  hundert  Tage.  Man  ruft  dann
herbei  und  bewegt  zur  Ankunft  die  Götter  des  Himmels,  der  Erde,
            
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