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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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Pfizmaier

Als  Pe-yo  sich  in  dem  Gebirge  des  Wasserfalles  verborgen  batte,
ehrte  der  Kaiser  Kao-tsu  von  Tsi  die  Silten  dieses  Mannes  und  wollte
ihn  sehen.  Pe-yo  entschuldigte  sich  wegen  eines  Unwohlseins  und
verschwand.  Den  Kaiser  verdross  dieses  nachträglich.  Er  befahl  in
einer  höchsten  Verkündung,  an  dem  Fusse  des  Berges  des  Wasserfalles ­
  die  Warte  des  grossen  Friedens  zu  errichten.  Khung-tschui
errichtete  daselbst  eine  Steintafel.

Tschang-ling  verlegte  sich  auf  vielseitiges  Lernen.  Dieses  erstreckte ­
  sich  selbst  auf  die  Grundrisse  des  Flusses  und  des  Lö,
sowie  auf  die  Himmelskunde.  Er  erschöpfte  gänzlich  das  Wundervolle ­
  dieser  Dinge.  Er  wohnte  ruhig  in  dem  Thore  der  Wagebalken
und  trachtete  nicht  nach  Erfahrung  und  Einblick.  Er  rührte  die
Cither,  sang  Gedichte  und  richtete  sich  einzig  nach  seinen  Launen.

Lung-wei  ist  derjenige,  der  in  dem  Gebirge  des  Menschen  des
Stahes  den  Weg  erlangte.  Unter  den  Zeitgenossen  konnte  keiner
seinen  Namen.  Man  nannte  ihn  den  verborgenen  Bewohner  des
Berges.  Er  war  stolz  und  ungesellig.  Hochfahrend  trennte  er  sich
von  dem  Zeitalter  der  Menschen.

Tao-hung-king  führte  den  Jünglingsnamen  Thung-ming  und
stammte  aus  Ping-yang  in  der  Provinz  Wei.  Er  selbst  nannte  sich
den  verborgenen  Bewohner  des  Hoa-yang.  Er  sagte  gewöhnlich  zu
den  Menschen:  Mein  Herz  ist  immer  gleich  einem  hängenden  Spiegel.
Die  Dinge,  die  anstossen,  verrücken  es  nicht.  —  Er  übte  gern  verborgene ­
  Wohlthaten  und  unterstützte  die  Bedrängten  undUnglücklichen.
Zugleich  theilte  er  Arzneien  aus  und  nahe  und  fern  verliess  man  sich
auf  ihn.  In  seinem  ganzen  Leben  hatte  er  noch  nicht  am  Tage  geschlafen, ­
  er  blickte  in  die  Bücher  bis  Mitternacht.  Er  hörte  gern  das
Sausen  des  Windes  durch  die  Fichten.  In  seiner  Jugend  verschmähte
er  das  Fett  und  den  Schafgeruch.  Er  Hess  bloss  Babenreis,  Moos,
purpurnes  Gemüse  und  rohen  Ingwer  auftragen.  Er  trank  Wein  und
konnte  es  bis  zu  einem  Nössel  bringen.  Zerschnittenes  wurde  ihm
jedoch  nicht  aufgetragen.
            
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