74
Pfizmaier
Als Pe-yo sich in dem Gebirge des Wasserfalles verborgen batte,
ehrte der Kaiser Kao-tsu von Tsi die Silten dieses Mannes und wollte
ihn sehen. Pe-yo entschuldigte sich wegen eines Unwohlseins und
verschwand. Den Kaiser verdross dieses nachträglich. Er befahl in
einer höchsten Verkündung, an dem Fusse des Berges des Wasserfalles
die Warte des grossen Friedens zu errichten. Khung-tschui
errichtete daselbst eine Steintafel.
Tschang-ling verlegte sich auf vielseitiges Lernen. Dieses erstreckte
sich selbst auf die Grundrisse des Flusses und des Lö,
sowie auf die Himmelskunde. Er erschöpfte gänzlich das Wundervolle
dieser Dinge. Er wohnte ruhig in dem Thore der Wagebalken
und trachtete nicht nach Erfahrung und Einblick. Er rührte die
Cither, sang Gedichte und richtete sich einzig nach seinen Launen.
Lung-wei ist derjenige, der in dem Gebirge des Menschen des
Stahes den Weg erlangte. Unter den Zeitgenossen konnte keiner
seinen Namen. Man nannte ihn den verborgenen Bewohner des
Berges. Er war stolz und ungesellig. Hochfahrend trennte er sich
von dem Zeitalter der Menschen.
Tao-hung-king führte den Jünglingsnamen Thung-ming und
stammte aus Ping-yang in der Provinz Wei. Er selbst nannte sich
den verborgenen Bewohner des Hoa-yang. Er sagte gewöhnlich zu
den Menschen: Mein Herz ist immer gleich einem hängenden Spiegel.
Die Dinge, die anstossen, verrücken es nicht. — Er übte gern verborgene
Wohlthaten und unterstützte die Bedrängten undUnglücklichen.
Zugleich theilte er Arzneien aus und nahe und fern verliess man sich
auf ihn. In seinem ganzen Leben hatte er noch nicht am Tage geschlafen,
er blickte in die Bücher bis Mitternacht. Er hörte gern das
Sausen des Windes durch die Fichten. In seiner Jugend verschmähte
er das Fett und den Schafgeruch. Er Hess bloss Babenreis, Moos,
purpurnes Gemüse und rohen Ingwer auftragen. Er trank Wein und
konnte es bis zu einem Nössel bringen. Zerschnittenes wurde ihm
jedoch nicht aufgetragen.