Aus dem Traumleben der Chinesen.
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eine ursprüngliche Schildkröte. Dieselbe wandte sich gegen ihn,
öffnete den Mund und sagte: Sobald neun Tage vorüber sind, wirst
du eine vortreffliche Nachfrage, eine gute Schmelzung und Ruhe
haben. — Er erwachte plötzlich und schrieb es nieder. Die versiegelte
Schrift befand sich in einer Röhre, ohne dass die Menschen
etwas davon wussten. Dabei legte er sich krank nieder. Als neun
Tage vergangen waren, starb er.
Die Verzeichnisse des Dunklen und Hellen sagen:
Kaiser Wu von Wei <) fürchtete und verabscheute den Sohn des
Kaisers Siuen von Tsin a ), weil derselbe kein echter Diener des Geschlechtes
Tsao s). Auch träumte er einst, dass drei Pferde sich an einer
einzigen Krippe befanden und gemeinschaftlich das Futter verzehrten.
Er hasste ihn in seiner Seele noch mehr. Er berief daher die zwei Kaiser
Wen und Ming 4 ) zu sich uud erzählte ihnen, was er sah. Sie sagten:
Was der Ordnung der Dinge im Wege steht, ist an sich vieles. Mache
dir keine Unrechten Gedanken. — Der Kaiser war hiermit einverstanden.
Später erfolgte wirklich die Tödtung der Verwandtschaften
und die Fortschaffung der Geräthe. Alles, wie in dem Traume s).
Meu-hung, der Reichsgehilfe des Königs, träumte, dass die
Menschen um hundertmal zehntausend Kupfermünzen sein grosses
Kind Tschang-yii kaufen wollten. Dem Reichsgehilfen war die Sache
sehr zuwider. Diejenigen, welche in der Tiefe die Götter anriefen,
hielten Asche in Bereitschaft und errichteten ein Dach. Man fand
eine Grube voll Kupfermünzen, deren Anzahl auf hundertmal zehntausend
Hunderttausende berechnet wurde. Von grosser Furcht erfasst,
verbarg und verschloss er alles als ein Ganzes. Wider Vermuthen
starb Tschang-yii.
Tschin-kia aus Lung-si führte den Jünglingsnamen Sse-hoei.
Derselbe war ein hervorragender und glänzender Gelehrter. Sein
Weib hiess Siü-schö. Dieselbe war ebenfalls ihrer Gaben und Schön-J
) Kaiser Wu von Wei ist Tsao-tsao, der Vater des Kaisers Wen von Wei. Er erhielt
den Kaisertitel erst nach seinem Tode.
2 ) Kaiser Siuen von Tsin ist Sse-ma-I, der Grossvater des nachherigen Kaisers Wu
von Tsin. Derselbe erhielt den Kaisertitel ebenfalls erst nach seinem Tode.
• 3 ) Die Kaiser von Wei waren von dem Geschlechte Tsao.
Der nachherige Kaiser Wen war der Sohn Tsao-tsao’s. Der Sohn des Kaisers Wen
ist der nachherige Kaiser Ming.
3 ) Sse-ma-yen, der Enkel Sse-ma-I’s, vernichtete die Häuser Wei und U.