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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

Aus  dem  Traumleben  der  Chinesen.

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eine  ursprüngliche  Schildkröte.  Dieselbe  wandte  sich  gegen  ihn,
öffnete  den  Mund  und  sagte:  Sobald  neun  Tage  vorüber  sind,  wirst
du  eine  vortreffliche  Nachfrage,  eine  gute  Schmelzung  und  Ruhe
haben.  —  Er  erwachte  plötzlich  und  schrieb  es  nieder.  Die  versiegelte ­
  Schrift  befand  sich  in  einer  Röhre,  ohne  dass  die  Menschen
etwas  davon  wussten.  Dabei  legte  er  sich  krank  nieder.  Als  neun
Tage  vergangen  waren,  starb  er.
Die  Verzeichnisse  des  Dunklen  und  Hellen  sagen:
Kaiser  Wu  von  Wei  <)  fürchtete  und  verabscheute  den  Sohn  des
Kaisers  Siuen  von  Tsin  a ),  weil  derselbe  kein  echter  Diener  des  Geschlechtes ­
  Tsao  s).  Auch  träumte  er  einst,  dass  drei  Pferde  sich  an  einer
einzigen  Krippe  befanden  und  gemeinschaftlich  das  Futter  verzehrten.
Er  hasste  ihn  in  seiner  Seele  noch  mehr.  Er  berief  daher  die  zwei  Kaiser
Wen  und  Ming 4 )  zu  sich  uud  erzählte  ihnen,  was  er  sah.  Sie  sagten:
Was  der  Ordnung  der  Dinge  im  Wege  steht,  ist  an  sich  vieles.  Mache
dir  keine  Unrechten  Gedanken.  —  Der  Kaiser  war  hiermit  einverstanden. ­
  Später  erfolgte  wirklich  die  Tödtung  der  Verwandtschaften
und  die  Fortschaffung  der  Geräthe.  Alles,  wie  in  dem  Traume  s).
Meu-hung,  der  Reichsgehilfe  des  Königs,  träumte,  dass  die
Menschen  um  hundertmal  zehntausend  Kupfermünzen  sein  grosses
Kind  Tschang-yii  kaufen  wollten.  Dem  Reichsgehilfen  war  die  Sache
sehr  zuwider.  Diejenigen,  welche  in  der  Tiefe  die  Götter  anriefen,
hielten  Asche  in  Bereitschaft  und  errichteten  ein  Dach.  Man  fand
eine  Grube  voll  Kupfermünzen,  deren  Anzahl  auf  hundertmal  zehntausend ­
  Hunderttausende  berechnet  wurde.  Von  grosser  Furcht  erfasst, ­
  verbarg  und  verschloss  er  alles  als  ein  Ganzes.  Wider  Vermuthen
  starb  Tschang-yii.
Tschin-kia  aus  Lung-si  führte  den  Jünglingsnamen  Sse-hoei.
Derselbe  war  ein  hervorragender  und  glänzender  Gelehrter.  Sein
Weib  hiess  Siü-schö.  Dieselbe  war  ebenfalls  ihrer  Gaben  und  Schön-J
 )  Kaiser  Wu  von  Wei  ist  Tsao-tsao,  der  Vater  des  Kaisers  Wen  von  Wei.  Er  erhielt
den  Kaisertitel  erst  nach  seinem  Tode.
2 )  Kaiser  Siuen  von  Tsin  ist  Sse-ma-I,  der  Grossvater  des  nachherigen  Kaisers  Wu
von  Tsin.  Derselbe  erhielt  den  Kaisertitel  ebenfalls  erst  nach  seinem  Tode.
• 3 )  Die  Kaiser  von  Wei  waren  von  dem  Geschlechte  Tsao.
Der  nachherige  Kaiser  Wen  war  der  Sohn  Tsao-tsao’s.  Der  Sohn  des  Kaisers  Wen
ist  der  nachherige  Kaiser  Ming.
3 )  Sse-ma-yen,  der  Enkel  Sse-ma-I’s,  vernichtete  die  Häuser  Wei  und  U.
            
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