Aus dem Traumleben der Chinesen.
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Die neuen Worte der Thang sagen:
Wu-kung suchte die Gesellschaft der weisen Männer. Nach
einiger Zeit starb er plötzlich an einer hitzigen Krankheit. Früher
hatte Kung geträumt, dass er, mit Kleid und Mütze angethan, den
Berg Pe-mang bestieg und dass seine Freunde ihn begleiteten. Als er
zu dem Gipfel des Berges gelangte, kehrte er sich um und sah nicht
Einen Menschen. Es war ihm dieses in der Seele sehr zuwider. Als
er starb, begleiteten ihn seine Freunde und begruben ihn auf dem
Berge Pe-mang. Es geschah alles, wie er geträumt hatte.
Der Frühling und Herbst des Geschlechtes Liü sagt:
Zu den Zeiten des Fürsten Tschuang von Tsi lebte ein Kriegsmann
Namens Pin-pi-tsiü. Er träumte, dass ein starker Kriegsmann
ihm folgte und ihn anschrie. Dieser spie ihm dabei in das Angesicht.
Voll Bestürzung erwachte er und sass die Nacht hindurch in Unlust.
Am nächsten Tage entbot er seinen Freund zu sich und sagte ihm: Ich
bin sechzig Jahre alt und wurde durch Niemanden zerschlagen und
beschimpft. Ich werde ihn suchen. Finde ich ihn, so ist es gut.
Finde ich ihn nicht, so werde ich dabei sterben. — Er stand jeden
Morgen in den Durchwegen. In drei Tagen hatte er ihn nicht gefunden.
Er zog sich zurück und tödtete sich selbst.
Die neuen Erörterungen von Hoan-tan sagen:
Han-seng, der Schüler eines vielseitigen Gelehrten, hatte drei
Nächte hindurch böse Träume. Er fragte desshalb die Menschen. Die
Menschen riethen ihm, am frühen Morgen aufzustehen und in dem
Aborte zu den Geistern zu rufen. Nach drei Morgen zeigten es die
Menschen an, indem sie dafür hielten, dass er fluche. Man nahm ihn
fest und nmssregelte ihn. In einigen Tagen starb er.
Der Frühling und Herbst Yuen-yen's sagt:
Im zwölften Monate des Jahres an dem Abende des Tages Yltscheu
(2) träumte ich, dass ich in der Mutterstadt eintraf. Als ich aus
dem Ahnentempel trat, sah ich eine grosse Menge Wagen und Reiter.
Man zeigte etwas in dem Ahnentempel und sagte: Der grosse Heerführer
Tsao-schuang wird hingerichtet. — Als ich erwachte, erzählte
ich es Liang-sl. St sprach: Willst du, dass das Geschlecht
Tsao ein Gegenstand der Träume der Menschen sei? An dem Hofe
hat man nicht die Gewaltthätigkeit des Geschlechtes Kung-sün i). —
1) Kung-siin-yuen hatte sich im ersten Jahre des Zeitraumes King-thsu (237 n. Chr.)
zum Könige von Yen aufgeworfen und wurde im nächstfolgenden Jahre enthauptet.
Sitzb. d. phil.-hist. CI. LXIV. Bd. III. Hft. 49
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