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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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Pfizmaier.

hören  solltet,  dass  Kung-siin-kiang  die  Lenkung  führt,  so  müsset  ihr
euch  von  ihm  entfernen.  —  Als  Yang,  Fürst  von  Tsao,  zu  seiner
Würde  gelangte,liehte  er  Jagd  und  Wurfpfeile.  Kung-sün-kiang,  der
Mensch  einer  Grenzstadt  von  Tsao,  liebte  das  Schiessen  mit  Wurfpfeilen. ­
  Er  erlegte  eine  weisse  Gans  und  überreichte  sie.  Zugleich
sprach  er  von  Jagd  und  Wurfpfeilen  und  erkundigte  sich  dahei  nach
den  Angelegenheiten  der  Lenkung.  Der  Fürst  fand  an  ihm  grossen  Gefallen ­
  und  begünstigte  ihn.  Er  ernannte  ihn  zum  Vorsteher  der
Stadtmauern  und  hiess  ihn  in  Sachen  der  Lenkung  Gehör  geben.  Die
Söhne  desjenigen,  der  geträumt  hatte,  machten  sich  auf  die  Reise.
Kiang  sprach  von  Oberherrlichkeit  zu  dem  Fürsten  von  Tsao.  Dieser
befolgte  dessen  Worte.  Er  kehrte  jetzt  Tsin  den  Rücken  und  überfiel
Sung.  Die  Menschen  von  Sung  griffen  Tsao  an.  Die  Menschen  von
Tsin  kamen  nicht  zu  Hilfe,  und  Tsao  ging  zu  Grunde.
Der  letzte  Tlieil  des  Fürsten  Ngai  sagt:
Der  Fürst  von  Wei  hatte  einen  Traum  in  dem  nördlichen
Palaste.  Er  sah  einen  Menschen,  der  die  Warte  von  Kuen-ngu 1 )
erstieg.  Derselbe  war  mit  seinem  Haupthaar  bedeckt,  kehrte  das
Angesicht  nach  Norden  und  sang:  Ich  steige  zu  dieser  Anhöhe  von
Kuen-ngu,  zu  den  sprossenden  Melonen.  Ich  bin  Hoei-liang-fu,  ich
rufe  zu  dem  Himmel,  ich  bin  ohne  Schuld.  —  Der  Fürst  zog  eigenhändig ­
  die  Wahrsagepflanze.  Siü-mi-sehe  deutete  es  und  sprach:
Es  bringt  keinen  Schaden.  —  Der  Fürst  gab  ihm  eine  Stadt.  Jener
liess  sie  liegen  und  floh  nach  Sung 2 ).
Die  Worte  der  Reiche  sagen:
Hien,  Fürst  von  Tsin,  griff  Kue  an.  Der  Fürst  von  Kue
träumte,  dass  er  sich  an  dem  Hofe  befand.  Ein  göttlicher  Mensch,
der  jedoch  mit  weissen  Haaren  und  Tigerklauen  versehen  war,  ergriff ­
  eine  Axt  und  stellte  sich  an  den  unteren  Tlieil  des  westlichen
Flusses.  Der  Fürst  fürchtete  sich  und  entfloh.  Der  Gott  sprach:
Entfliehe  nicht.  Der  Kaiser  hiess  Tsin  dringen  in  dein  Thor.  —  Der
Fürst  verbeugte  sich  und  senkte  das  Haupt  zu  Roden.  Er  berief  den
Vermerker  Ngao  und  liess  es  deuten.  Dieser  erwiederte:  Wenn  es

*)  Wei  hatte  eine  Warte,  die  sich  auf  der  alten  Anhöhe  des  Geschlechtes  Kuen-ngu
befand.
3 )  Er  getraute  sich  nicht,  die  Wahrheit  zu  sagen.  Er  fürchtete  das  Unheil  und
entfloh.
            
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