736
Pfizmaier.
hören solltet, dass Kung-siin-kiang die Lenkung führt, so müsset ihr
euch von ihm entfernen. — Als Yang, Fürst von Tsao, zu seiner
Würde gelangte,liehte er Jagd und Wurfpfeile. Kung-sün-kiang, der
Mensch einer Grenzstadt von Tsao, liebte das Schiessen mit Wurfpfeilen.
Er erlegte eine weisse Gans und überreichte sie. Zugleich
sprach er von Jagd und Wurfpfeilen und erkundigte sich dahei nach
den Angelegenheiten der Lenkung. Der Fürst fand an ihm grossen Gefallen
und begünstigte ihn. Er ernannte ihn zum Vorsteher der
Stadtmauern und hiess ihn in Sachen der Lenkung Gehör geben. Die
Söhne desjenigen, der geträumt hatte, machten sich auf die Reise.
Kiang sprach von Oberherrlichkeit zu dem Fürsten von Tsao. Dieser
befolgte dessen Worte. Er kehrte jetzt Tsin den Rücken und überfiel
Sung. Die Menschen von Sung griffen Tsao an. Die Menschen von
Tsin kamen nicht zu Hilfe, und Tsao ging zu Grunde.
Der letzte Tlieil des Fürsten Ngai sagt:
Der Fürst von Wei hatte einen Traum in dem nördlichen
Palaste. Er sah einen Menschen, der die Warte von Kuen-ngu 1 )
erstieg. Derselbe war mit seinem Haupthaar bedeckt, kehrte das
Angesicht nach Norden und sang: Ich steige zu dieser Anhöhe von
Kuen-ngu, zu den sprossenden Melonen. Ich bin Hoei-liang-fu, ich
rufe zu dem Himmel, ich bin ohne Schuld. — Der Fürst zog eigenhändig
die Wahrsagepflanze. Siü-mi-sehe deutete es und sprach:
Es bringt keinen Schaden. — Der Fürst gab ihm eine Stadt. Jener
liess sie liegen und floh nach Sung 2 ).
Die Worte der Reiche sagen:
Hien, Fürst von Tsin, griff Kue an. Der Fürst von Kue
träumte, dass er sich an dem Hofe befand. Ein göttlicher Mensch,
der jedoch mit weissen Haaren und Tigerklauen versehen war, ergriff
eine Axt und stellte sich an den unteren Tlieil des westlichen
Flusses. Der Fürst fürchtete sich und entfloh. Der Gott sprach:
Entfliehe nicht. Der Kaiser hiess Tsin dringen in dein Thor. — Der
Fürst verbeugte sich und senkte das Haupt zu Roden. Er berief den
Vermerker Ngao und liess es deuten. Dieser erwiederte: Wenn es
*) Wei hatte eine Warte, die sich auf der alten Anhöhe des Geschlechtes Kuen-ngu
befand.
3 ) Er getraute sich nicht, die Wahrheit zu sagen. Er fürchtete das Unheil und
entfloh.