Aus dem Traumleben der Chinesen.
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Fürst stiess ihn mit einer Lanze. Das Haupt Hien-tse’s fiel vor dem
Fürsten nieder. Hien-tse hielt es knieend über sich empor. Er reichte
es dar und entfloh. Er besuchte Kao, den Zauberer von Keng-yang i).
Den anderen Tag sah er ihn auf dem Wege. Er sprach mit ihm, und
es war bei diesem dasselbe 3 ). Der Zauberer sprach: Jetzt muss der
Vorgesetzte hierbei sterben. Hat man eine Angelegenheit in den östlichen
Gegenden, so kann man es lösen. —Hien-tse war hiermit einverstanden.
Das zweite Jahr des Fürsten Tschao sagt:
Mö-tse floh vor dem Geschlechte Schö-sün und erreichte Kengtsung.
Daselbst traf er ein Weib, das ihn aus eigenem Antriebe
speiste und ihm ein Nachtlager gab. Als er nach Tsi gelangte, träumte
ihm, dass der Himmel ihn erdrückte und er nicht obsiegen konnte.
Er sah sich um und erblickte einen Menschen. Derselbe war schwarz,
oben eingekrümmt, hatte tiefliegende Augen und die Schnauze eines
Ebers. Mö-tse rief ihm zu: Wu, hilf mir! — Er siegte jetzt dem
Himmel ob. Als er nach Lu zurückkehrte, überreichte ihm das AVeih
von Keng-tsung, wo er übernachtet hatte, einen Fasan. Er fragte nach
den Söhnen ihres Geschlechtes. Sie antwortete: Mein Sohn ist bereits
erwachsen. Er ist im Stande, einen Fasan zu reichen und sich mir anzuschliessen.
— Er berief ihn zu sich und empfing ihn. Es war der
nämliche, von dem er geträumt hatte. Ohne ihn nach dem Namen zu
fragen, rief ihn Mö-tse bei dem Namen Wu. Jener antwortete : Ja. —
Mu-tse rief seine Leute und hiess sie Jenen sehen. Er ernannte ihn
hierauf zum kleinen Dieners).
Der erste Theil des Fürsten Ngai sagt:
Ein Mensch von Tsao hatte geträumt, dass sämmtliche weise
Männer in dem Palaste der Landesgötter standen und berathschlagten,
wie sie Tsao dem Untergange zuführen könnten. Schin-tö, der Oheim
von Tsao *), bat, dass man auf Kung-sün-kiang warten möge. Man
gewährte dieses. Am Morgen suchte jener Mensch nach Kung-sünkiang,
allein in Tsao war ein Mann dieses Namens nicht zu finden. Er
ermahnte seine Söhne und sprach: Wenn ihr nach meinem Tode
*) Hien-tse träumte, dass er zugleich den Zauberer Kao besuchte.
2 ) Der Zauberer hatte ebenfalls geträumt, dass Hien-tse mit dem Fürsten Li stritt.
3 ) Die Überlieferungen sagen: Nach dem Traume sich richten, ist noch nicht
gliickverheissend.
Schin-tö ist der Ahnherr der Fürsten von Tsao.