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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

Aus  dem  Traumleben  der  Chinesen.

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dass  Leute  ihn  fortjagten  und  sprachen:  Nahe  nicht  den  obrigkeitlichen ­
  Buhlerinnen!  —  Dieser  Mensch  erwachte  im  Schrecken  und
brachte  sofort  sein  Schiff  weg.  Die  Überlieferung  sagt,  es  sei  dieses
das  Schilf,  in  welches  Tsao-kung  die  Buhlerinnen  setzte.  Es  sei  hier
umgestürzt  und  gegenwärtig  noch  vorhanden.
Die  Überlieferungen  von  Tschi-kiung  sagen:
Hien-tschao  führte  den  Jünglingsnamen  I-tschao.  Er  träumte,
dass  ein  göttliches  Mädchen  ihn  begleitete.  Dasselbe  nannte  sich  die
Edelsteintochter  von  der  Hohe  des  Himmels.  Ihr  Geschlechtsname  sei
Tsching,  ihr  Mädchenname  Tschi-kiung.  Sie  habe  frühzeitig  Vater
und  Mutter  verloren.  Der  Himmelskaiser  bedauere  sie.  Er  habe  sie
entsendet,  damit  sie  danieden  sich  vermälen  könne.  Dieses  geschah
drei  bis  vier  Mal.  Am  Morgen  erwachte  er  und  dachte  ehrfurchtsvoll
darüber  nach.  Da  kam  sie  sichtbar  dahergewandelt.  Sie  fuhr  in  einem
verdeckten  Wagen  und  war  von  acht  Sclavinnen  begleitet.  Sie  sagte:
Ich  bin  die  Edelsteintochter  des  Himmelskaisers.  —  Hierauf  verbanden ­
  sie  sich.  Sie  schenkte  ihm  zweihundert  Worte  eines  Gedichtes
und  veröffentlichte  ausserdem  sieben  Bollen  der  Verwandlungen.
Tschao  verstand  deren  Sinn.

Unglückliche  Träume.
Die  Überlieferungen  von  Tso,  erster  Tlieil  des  Fürsten  Tsching,
sagen:
Der  Fürst  von  Tsin  träumte,  dass  ein  grosser  Dämon,  von  seinem
Haupthaar  bedeckt,  die  Erde  erreichte.  Derselbe  schlug  sich  auf  die
Brust,  sprang  empor  und  rief:  Du  hast  meinen  Enkel  getödtet  zuwider ­
  der  Gerechtigkeit.  Ich  habe  meine  Bitte  durchgesetzt  bei  dem
Kaiser.  —  Er  zerstörte  das  grosse  Thor  und  das  Thor  des  Schlafgemaches, ­
  als  er  eintrat.  Dem  Fürsten  bangte,  und  er  trat  in  das
innere  Haus.  Jener  zerstörte  auch  die  Thüre.  Der  Fürst  erwachte
und  berief  den  Zauberer  des  Maulbeerfeldes.  Der  Zauberer  sagte,  der
Traum  werde  in  Erfüllung  gehen.  Der  Fürst  sprach:  In  wie  lern?  —
Jener  sprach:  Du  wirst  keine  neue  Frucht  mehr  essen.  —  Im  sechsten
Monate  des  Jahres,  an  dem  Tage  Ping-wu  (43),  verlangte  der  Fürst
nach  Weizen.  Er  hiess  den  Schaffner  Weizen  bringen.  Als  er  essen
wollte,  schwoll  er.  Er  ging  auf  den  Abort,  stürzte  nieder  und  starb.
Ein  kleiner  Diener  träumte  am  frühen  Morgen,  dass  er  den  Fürsten
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