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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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Pfizmaier

verfiel  in  eine  Krankheit  und  mochte  nicht  genesen.  Im  siebenten
Jahre  des  Zeitraumes  Pu-thung  (526  n.  Chr.)  starb  er  in  der
Provinz.
Die  Durchsicht  der  Vorbilder  der  drei  Reiche  sagt:
Yin-tse-tschün  war  einst  Statthalter  von  Tung-kuan.  Um  die
Zeit  liess  Wang-schin-nien,  der  stechende  Vermerker  von  Kueitscheu,
  einen  an  dem  Meere  gelegenen  göttlichen  Almentempel  niederreissen.
  Auf  einem  Balken  des  Saales  befand  sich  eine  grosse
Schlange.  Ein  Arbeiter  stieg  hinab,  fing  sie  und  warf  sie  in  die
Fluthen  des  Meeres.  In  derselben  Nacht  sah  Tse-tschün  im  Traume
einen  Menschen,  der  auf  sein  Versammlungshaus  zeigte  und  sprach:
Es  ist  ein  Mensch,  der  gequält  wird,  man  zerstört  sein  Wohnhaus.
Da  er  nichts  hat,  wo  er  Schutz  findet,  möchte  er  in  dieser  Umgrenzung
ausruhen.  —  Tse-tschün  prägte  sich  dieses  insgeheim  ins  Gedächtniss.
  Nach  zwei  Tagen  wusste  er,  dass  Schin-nien  einen  Ahnentempel ­
  zerstört  habe.  Er  bestimmte  demnach  Opferthiere  und  Wein,
errichtete  ein  Dach  und  brachte  jenem  Menschen  das  Opfer.  Nach
einigen  Tagen  träumte  er,  dass  ein  Mensch  in  einem  hellrothen  Kleide
sich  bedankte  und  sprach:  Ich  bin  deiner  grossen  Gnade  theilhaftig
geworden.  Ich  werde  dir  durch  den  Landstrich  vergelten.  —  Nach
einem  Monate  wollte  das  Kriegsheer  von  Wei  gegen  die  Berge  von
Kiii  andringen.  Tse-tschün  wusste  dieses  im  Voraus.  Er  legte  einen
Hinterhalt  und  rieb  den  Feind  auf.  Kaiser  Wu  von  Liang  ernannte
Tse-tschün  zum  stechenden  Vermerker  des  südlichen  Tsing-tscheu.
Das  Buch  der  Tschin  sagt:
In  der  Nacht  des  Tages,  an  welchem  Kaiser  Wu  die  Altäre  der
Landesgötter  in  Besitz  nahm,  träumte  Fu-sse-pu,  ein  Eingeborner
von  Kuei-ki,  in  dem  geraden  abgeschlossenen  Theile  des  Palastes,
dass  ein  Mensch  von  dem  Himmel  herahstieg.  Derselbe  trug  ein  hellrotlies
  Kleid  und  eine  Kriegsmütze.  Ihm  folgten  etliche  zehn  Wegweiser, ­
  die  in  den  Händen  ein  Bret  hielten.  Auf  dem  Brete  befanden
sich  Schriftzeichen.  Der  Mann  von  dem  Geschlechte  Fu  blickte  auf
sie.  Die  Schriftzeichen  lauteten:  Fünf  Vorgesetzte,  vierunddreissig
Jahre  des  Geschlechtes  Tschin.  —  Hierauf  stiegen  Jene  zu  der  kalten
Himmelsluft  empor.  Am  Morgen  gab  er  es  bekannt.  Khung-tsung-fan,
der  aufwartende  Leibwächter  des  gelben  Thores,  sprach  seufzend  :
Um  unsere  Sache  ist  es  geschehen!  Wir  haben  den  Kummer  der
Söhne  und  Enkel!  —  Den  nach  dem  Kaiser  Wu  ahgesetzten  Kaiser
            
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