Aus dem Traumleben der Chinesen.
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und liess ihn los. Später träumte er in der Nacht, dass ein Mann,
dessen Kleid und Kopfbedeckung sehr wunderbar waren, mit einem gekrümmten
Halskragen angethan, sich ihm zuwandte und zweimal sich
verbeugte. Ngan-tsu verwunderte sich und fragte ihn. Dieser Mensch
sagte: Es erfüllt mein Herz mit Rührung, dass ich durch dich in früheren
Tagen losgelassen wurde. Ich komme desshalb, mich für die
Wohlthat zu bedanken. — Diejenigen, die es hörten, hielten es für
etwas Ausserordentliches.
Das Ruch der nördlichen Tsi sagt:
Tschang-liang führte den Jünglingsnamen Pe-te und stammte
aus Si-tsching in Si-lio. Er wurde zu einem Grossen der grossen
Mitte ernannt. Sie-tschö träumte immer, dass er auf einem Berge
Seidenfäden anhand. Er erzählte es Liang, und dieser deutete es
auch. Er sprach: Seidenfäden auf einem Berge sind das Wort Yeu i).
Du wirst Yeu-tscheu verwalten. — Nach einigen Monaten trat Jener
aus und wurde stechender Vermerker von Yeu-tscheu.
Sung-ying war stechender Vermerker von Liang-tscheu. Ying's
frühere Gattin von dem Gesehlechte Teng war gestorben. Zehn Jahre
später sah er sie im Traume. Sie wendete sich ihm zu, verbeugte sich
und sprach: Ich die Braut ward jetzt Kao-tsung als Gattin zugetheilt.
Desswegen komme ich und verbeuge mich, indem ich Abschied
nehme. — Ying besuchte Tsung und erzählte ihm dieses. Tsung
starb nach einigen Tagen.
Das Buch der Liang sagt:
Ke-sse-tschen träumte zur Zeit seiner Jugend, dass er einen
Haufen Hirschhäute fand und sie zählte. Es waren eilf Stücke. Als er
erwachte, freute er sich und sprach: Der Hirsch ist der Gehalt 2 ).
Ich werde einen einfachen Gehalt beziehen. — Später erhielt er Aufträge
und rückte vor. Was er beaufsichtigte, war neunlach. Als man
ihm zwei Provinzen wegnahm, war ihm diess im Herzen zuwider. Er
1) I» dem Namen des Landstrichs [|||| Yeu wird hier das Wort |J_| schan „Berg;“
und die Hälfte des Wortes sse „Seidenfäden“ in Betracht gezogen.
2 ) Die Wörter ß Lö „Hirsch“ und Lö „Gehalt“ liahen gleichen Laut.