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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

Aus  dem  Traumleben  der  Chinesen.

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Stich-  und  Hiebwunden,  etliche  vier  blieben  todt.  Als  ihm  Verwundung ­
  drohte,  legte  er  sich  in  die  Gräser  nieder.  Es  ward  Nacht,  und
er  wusste  nicht,  auf  welchem  Wege  er  keimkehren  solle.  Er  schlief
in  seiner  Betäubung  ein.  Da  träumte  ihm,  dass  ein  Mensch  ihm  zwei
Kerzen  übergab  und  dabei  sprach:  Du  bist  gegenwärtig  sehr  vornehm. ­
  Du  hast  nichts  zu  besorgen,  wenn  du  hier  wandelst.  Du  kannst
diese  Gegenstände  in  die  Hand  nehmen  und  zurückkehren.  —  Als
er  hierauf  fortging,  befanden  sich  vor  ihm  zwei  hellglänzende  Lichter.
Der  Frühling  und  Herbst  Yen-tse’s  sagt:
Fürst  King  erkrankte  am  Wasser.  Nach  zehn  Tagen  träumte  er
in  der  Nacht,  dass  er  mit  zwei  Sonnen  kämpfte  und  nicht  siegte.
Yen-tse  erschien  an  dem  Hofe.  Der  Fürst  erzählte  es  ihm  und  sprach:
Werde  ich  sterben?  —  Jener  antwortete:  Man  lasse  durch  die
Menschen  einen  Traumdeuter  holen.  —  Als  dieser  kam,  erzählte  ihm
Yen-tse  den  Traum  des  Fürsten  und  sagte  ihm  die  Auslegung.  Der
Traumdeuter  bat,  auf  seine  Bücher  zurückkommen  zu  dürfen.  Yentse
  sprach:  Man  braucht  nicht  auf  die  Bücher  zurückzukommen.
Dasjenige,  woran  der  Fürst  erkrankt  ist,  ist  das  Yin.  Die  Sonne  ist
das  Yang.  Ein  einziges  Yin  besiegt  nicht  zwei  Yang.  Desswegen
wird  die  Krankheit  geheilt  werden.  Diesem  gemäss  mögest  du  ant-  •
Worten.  —  Der  Traumdeuter  trat  ein  und  antwortete  wie  Yen-tse
ihm  gesagt.  Nach  drei  Tagen  war  der  Fürst  von  seiner  Krankheit
vollkommen  geheilt.  Der  Fürst  wollte  den  Traumdeuter  beschenken.
Der  Traumdeuter  sprach:  Dieses  ist  nicht  mein  Verdienst.  Yen-tse
hat  mit  belehrt.
Das  Buch  Li-schö  sagt:
Kaiser  Wu  führte  den  Namen  Hiung.  Er  war  der  dritte  Sohn
Schi-tsu’s.  Als  die  Königin  Sehi-tsu’s  schwanger  war,  träumte  ihr,
dass  zwei  Schlangen  von  demThore  zu  dem  Himmel  aufstiegen.  Eine
Schlange  ward  in  der  Mitte  durchhauen.  Nachdem  sie  geboren,  sagte
die  Königin  immer:  Wenn  die  Söhne  erwachsen  sein  werden,  wird
gewiss  einer  von  ihnen  früher  zu  Grunde  gehen,  und  ein  Anderer
wird  sehr  vornehm  werden.  —  Später  starb  Li-thang  wirklich  eines
frühen  Todes.  Li-hiung  wurde  König  in  Scho.
Die  Geschichte  von  Lin-yl  sagt:
In  Lin-yl  nennt  man  das  vorzüglichste  Gold  insgemein  das  purpurne ­
  geschliffene  Gold.  Die  östlichen  Fremdländer  nennen  das  vorzüglichste ­
  Gold  insgemein  das  Gold  Yang-mai.  Als  die  Mutter  Fan-
            
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