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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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P  f  i  7.  in  a  i  e  r

im  Gegentheil  eine  Ausschreitung  in  der  Vorrathskammer,  so  wandeln
Blüthe  und  Schutzwache  zugleich  und  fliegen  und  dehnen  sich  mit
der  Seele.  Gesetzt,  ein  Mensch  legt  sich  nieder.  Er  kann  nicht  ruhen
und  träumt  mit  Freude.  Ist  eine  Ausschreitung  der  Luft  in  dem  Versammlungshause, ­
  so  ist  Überfluss  nach  aussen  und  Unzulänglichkeit ­
  im  Inneren.  Ist  eine  Ausschreitung  der  Luft  in  der  Vorrathskammer, ­
  so  ist  Überfluss  im  Inneren  und  Unzulänglichkeit  nach  aussen.
Ist  die  Luft  des  Yin  vollkommen,  so  träumt  man,  dass  man  durch
ein  grosses  Wasser  setzt  und  sich  fürchtet.  Ist  die  Luft  des  Yang
vollkommen,  so  träumt  man,  dass  man  durch  ein  grosses  Feuer  setzt
und  verbrannt  wird.  Sind  das  Yin  und  Yang  zugleich  vollkommen,  so
träumt  man  von  gegenseitiger  Tüdtung,  Zerstörung  und  Verletzung.
Ist  das  Obere  vollkommen,  so  träumt  man  von  Emporfliegen.  Ist  das
Untere  vollkommen,  so  träumt  man  von  Herabfallen.  Ist  man  seinsatt,
  so  träumt  man  von  Geben.  Ist  man  sehr  hungerig,  so  träumt
man  von  Nehmen.  Ist  die  Luft  der  Leber  vollkommen,  so  träumt  man,
dass  man  zornig  ist.  Ist  die  Luft  der  Lunge  vollkommen,  so  träumt
man,  dass  man  sich  fürchtet.  Ist  die  Luft  des  Herzens  vollkommen,
so  träumt  man,  dass  man  fröhlich  ist  und  lacht.  Ist  die  Luft  der  Milz
vollkommen,  so  träumt  man,  dass  man  singt  und  Musik  macht.  Die
Gliedinassen  sind  schwer,  der  Leib  erhebt  sich  nicht.  Ist  die  Luft
der  Nieren  vollkommen,  so  träumt  man,  dass  das  Rückgrat  zu  beiden
Seiten  sich  löst  und  uns  nicht  gehört.  Gastet  die  eigene  Luft  in
dem  Herzen,  so  sieht  man  im  Traume  Anhöhen,  Berge  und  Fackellicht. ­
  Gastet  sie  in  der  Lunge,  so  träumt  man,  dass  man  fliegt  und
sich  ausbreitet.  Man  sieht  wunderbare  Gegenstände  von  Gold  und
Eisen.  Gastet  sie  in  der  Leber,  so  träumt  man  von  Gebirgswäldern
und  Räumen.  Gastet  sie  in  der  Milz,  so  sieht  man  im  Traume  Erdlnigel,
  Anhöhen,  grosse  Sümpfe,  eingefallene  Häuser,  Regen  mit
Wind.  Gastet  sie  in  den  Nieren,  so  träumt  man,  dass  man  an  einem
Abgrundder  Wasser  steht,  untersinkt  und  in  dem  Wasser  weilt.  Gastet
sie  in  der  Harnblase,  so  träumt  man,  dass  man  lustwandelt  und
umhergeht.  Gastet  sie  in  dem  Magen,  so  träumt  man  von  Speise  und
Trank.  Gastet  sie  in  den  grossen  Gedärmen,  so  träumt  man  von
Ackern  und  vom  freien  Felde.  Gastet  sie  in  den  kleinen  Gedärmen,  so
träumt  man  von  Niederlassungen,  Städten,  Gassen  und  Durchgängen.
Gastet  sie  in  der  Galle,  so  träumt  man  von  Kampf,  Streitigkeiten  und
Aufreissen  des  Leibes  durch  die  eigene  Hand.  Gastet  sie  in  den  ver-
            
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