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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

Aus  dem  Traumleben  der  Chinesen.

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Besserung.  Der  Mann  von  dem  Geschlechte  Yo  brach  in  Ausrufe  des
Staunens  aus  und  sprach:  In  der  Brust  dieses  Weisen  muss  keine
Gegend  unter  der  Herzgrube  und  kein  Zwerchfell  sein.
Das  Buch  der  Träume  sagt:
Der  Traum  ist  ein  Bild.  Er  ist  die  Bewegung  der  geistigen  Luft.
Die  Seele  trennt  sich  von  dem  Leibe,  der  Geist  kommt  und  geht.
Das  Yin  und  Yang  sind  angeregt  von  dem  Zustandekommen,  das
Glückbringende  und  das  Unglückverkündende  wird  bestätigt.  Der
Traum  spricht  zu  dem  Menschen.  Er  lässt  ihn  vorläufig  sehen  die
Fehler,  gleichwie  der  Weise  sie  erkennt  und  sich  bessert.  Der  Traum
ist  eine  Kundgebung,  er  gibt  seine  Gestalt  kund.  Das  Auge  sieht
nichts,  das  Ohr  hört  nichts,  die  Nase  holt  nicht  Athem  und  riecht
nicht,  der  Mund  spricht  nicht.  Die  Seele  tritt  aus  und  wandelt  umher, ­
  der  Leib  ist  allein  vorhanden.  Wenn  im  Herzen  über  etwas
nachgedacht  wird,  vergisst  sie  auf  den  Leib.  Sie  empfängt  die  Ermahnungen ­
  der  Götter  des  Himmels,  kehrt  zurück  und  gibt  es  dem
Menschen  kund.  Wenn  sie  die  Ermahnungen  empfängt  und  nicht  aufmerksam ­
  ist,  vergisst  sie  die  Worte  der  Götter.  Man  nennt  dieses
das  Erwachen.  Es  ist  die  Kundgebung  des  Eintreffens  der  Beglaubigungsmai
  ke.  In  dem  Alterthume  gab  es  Obrigkeiten  der  Träume.  Die
Zeitalter  vererbten  sie  auf  einander.

Einst,  zu  den  Zeiten  der  höchstweisen  Kaiser,  der  erleuchteten
Könige,  kam  die  göttliche  Luft  hellglänzend  früher  zum  Vorschein.
Desswegen  träumte  Yao,  dass  er  einen  Drachen  anspannte  und  zu
demTai-schan  emporfuhr.  Schün  träumte,  dass  er  die  Himmelstrommel
schlug.  Yü  träumte,  dass  seine  Arme  lang  wurden.  Thang  träumte,
dass  er  in  der  Welt  Befehle  erliess.  Später  gelangten  diese  Männer
in  den  Besitz  der  Welt.  Khie  träumte,  dass  ein  heftiger  Wind  seinen
Palast  zerstörte.  Tsch’heu  träumte,  dass  ein  grosser  Donner  seinen
Arm  schlug.  Hoan  von  Tsi  träumte,  dass  er  von  einem  grossen  Vogel
getroffen  worden.  Der  Kaiser  des  zweiten  Geschlechtsalters  aus  dem
Hause  Thsin  träumte,  dass  ein  Tiger  sein  Pferd  biss,  Die  Herrscher,
die  dieses  träumten,  wurden  der  Welt  verlustig.
Das  Nadelbuch  des  gelben  Kaisers  sagt:
Khi-pe  sprach:  Richtiges  undUnrichtiges  dringen  von  aussen
in  das  Innere,  doch  haben  sie  noch  keine  bestimmte  Wohnstätte.  Ist
            
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