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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

Zur  altern  tirolischen  Literatur.  1.

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Noch  ains  lass  ich  nicht  unvermeldt,
ain  bös  gewonhait  in  der  weit:
145  die  gaistlieh  sein  und  weltlich  recht
regieren  mer,  wann  ritter  und  knecht,
und  wellen  nutzen  baide  swert.
wie  habent  die  so  gueten  wert!
sant  Peter  hett  neur  ains  berait,
150  da  er  den  juden  mit  versnait
und  slaunt  im  damit  nicht  gar  wol
und  tet  da  fliehen  in  das  hol,
und  get  der  grund  doch  dannen  her
von  got  gesatzt,  gaistliclie  1er.
155  oft  gaistlieh  viitter  sein  so  zach,
sant  Petern  kainer  volget  nach,
wo  gaistlieh  berschen  leut  und  lant,
da  wirt  mer  ungeleichs  erkant,
wann  fürsten,  den  das  zu  gebiert,
160  das  recht  zu  halten  unverierrt,
oder  anderm  adel  gross  und  klain
in  aller  christenhait  gemain.
got  hat  drei  tail  geordent  schon,
dorumb  er  geben  wil  den  Ion
165  dort  ewikleichen  sunder  swer:
gaistlieh,  edel  und  arbaiter.
der  gaistlieh  ist  also  bedacht,
das  er  sol  bitten  tag  und  nacht
für  die  zwen  taile  gottes  kraft.
170  und  streiten  sol  die  ritterschaft
hert  für  die  andern  vorgenant,
der  pauer  darzue  ist  gewant,
das  er  sein  arbeit  teglich  brauch
umb  unser  nar,  im  selber  auch.
175  das  hat  ain  grosse  underseliaid
besunder  an  der  gaistlichait
durch  ungeleichs  in  diser  weit,
als  ich  das  voran  hab  vermeldt.
ich  wolt,  wer  gaistlieh  wer  gemuet,
180  er  hielt  sein  orden  in  der  huet,

45
            
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