Zur altern tirolischen Literatur. 1.
679
Ir edlen valken pilg'erin,
enr nam ist gaistlich wirdikleich gepreiset
mit ewerm flug vil höher hin,
wann ander valken, kürlieh underweiset.
25 ain maistcr gross von oherlant
eur Schnäbel, füss hat forchtiklich verhürnet.
nu lat eu reulicli wesen ant,
wo ir den selben maister band erzürnet,
und mausst die alten federn ab.
30 leicht wirt die gans verdiirnet.
Ir sägger, blaufüss nemet war
als edl geviecht der cristenhait besunder,
seid euch entstet ein genslich schar
von ainem land, das lat eu wesen wunder.
35 des hört man oft ein genselein
durch seinen vaisten kragen spöttlich lachen,
wol auf, all vogel rauch und rain,
hilf adler gross, dein swaimen lass erwachen,
fliegt schärpflich ab und stosst die gens,
40 das in die rügk erkrachen.
Iu Huss, nu hass dich alles laid
und heck dich Lucifer, Pilatus herre!
des herberg' wirt dir unversait,
wenn du im körnst auss fremden landen ferre,
45 und ist dir kalt, er macht dir warm,
mit einem bett so wirstu nicht verlassen,
vil guet geferten reich und arm,
die möchstu finden auf der selben strassen.
wilt du den Wigklöff nicht verlan,
50 sein 1er die wirt dich hassen.
Ain ieder vogel in der weit
sein orden halt, in dem er ist geboren,
mit seinem gelouben unvermelt,
wann neur die gans wil tragen krampe hören,
55 damit si ander vogel rain