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Z i n g e r 1 e
Man solt si baissen in der haut
und darnach werfen in den see.
das war ain hochzeitliche zier,
der werlt ain köstlich er.
Zobri und kuppelspil
das machen si nicht tewer,
es wirt oft aine gar versert
mit ainem haissen fewer.
dorumb hab ich gedingen guet,
also beschech ouch der.
Wann in ist nicht ze vil,
wo si den segel wenden.
das prueft man an der aubentewer wol.
man solt si blenden
und all ir lielfer swach, unfruet.
das wer meins herzen ger. S. 207. 208.
In dem Gedichte, das uns erzählt, wie ein Ritter und ein Bürger
unter dem Vorsitze einer alten Dirne disputieren, wer yon ihnen mehr
Glück bei Liebeswerbungen habe, lautet der Schluss:
wer alte weiber hauset,
der hat ouch geren gest.
wann alte weib und änten
gehören in ainen see.
was sol man dran verquenten?
kain vieh das snattrot me. S. 1-22.
Ist diese Obmännin eine Kupplerin aus Brixen i), so bezieht sich
ein anderes Gedicht auf dieselbe Stadt und die dortigen Zustände.
Er singt:
Nu mir der pawer ist gevar,
und auch gen Brixsen nicht wol tar,
dorumb das ich erzürnet han
ain klainen ungenant
1 ) Sie selbst sagt von sich:
ich hab mein zeit verkuppelt
zue Brixsen in dem kraiss,
vil parell aus gesuggelt,
das ich den louff wol waiss. S. 119.