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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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Z  i  n  g  e  r  1  e

Man  solt  si  baissen  in  der  haut
und  darnach  werfen  in  den  see.
das  war  ain  hochzeitliche  zier,
der  werlt  ain  köstlich  er.
Zobri  und  kuppelspil
das  machen  si  nicht  tewer,
es  wirt  oft  aine  gar  versert
mit  ainem  haissen  fewer.
dorumb  hab  ich  gedingen  guet,
also  beschech  ouch  der.
Wann  in  ist  nicht  ze  vil,
wo  si  den  segel  wenden.
das  prueft  man  an  der  aubentewer  wol.
man  solt  si  blenden
und  all  ir  lielfer  swach,  unfruet.
das  wer  meins  herzen  ger.  S.  207.  208.
In  dem  Gedichte,  das  uns  erzählt,  wie  ein  Ritter  und  ein  Bürger
unter  dem  Vorsitze  einer  alten  Dirne  disputieren,  wer  yon  ihnen  mehr
Glück  bei  Liebeswerbungen  habe,  lautet  der  Schluss:
wer  alte  weiber  hauset,
der  hat  ouch  geren  gest.
wann  alte  weib  und  änten
gehören  in  ainen  see.
was  sol  man  dran  verquenten?
kain  vieh  das  snattrot  me.  S.  1-22.
Ist  diese  Obmännin  eine  Kupplerin  aus  Brixen  i),  so  bezieht  sich
ein  anderes  Gedicht  auf  dieselbe  Stadt  und  die  dortigen  Zustände.
Er  singt:
Nu  mir  der  pawer  ist  gevar,
und  auch  gen  Brixsen  nicht  wol  tar,
dorumb  das  ich  erzürnet  han
ain  klainen  ungenant

1 )  Sie  selbst  sagt  von  sich:
ich  hab  mein  zeit  verkuppelt
zue  Brixsen  in  dem  kraiss,
vil  parell  aus  gesuggelt,
das  ich  den  louff  wol  waiss.  S.  119.
            
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