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Z i n g e r I e
herzlich geliebte Schwäbin i) auf seine einsame Burg Hauenstein, die
sie ihm durch ihre Liebe und ihre Tugenden in eine selige Insel verwandelte.
Oswald leierte seine Gattin nun in Liedern, die „an Wahrheit
und Glut alles übertreffen“, was er je gedichtet hat 2 ). Ich verweise
auf das Wechselgespräch S. 176 und andere Lieder, S. 178,
182, 187, 199, auf das Frühlingslied :
Wol auff, wol an !
kind, weih und man ete. S- 173.
und den Neujahrswunsch S. 167. Das glückliche Liebeleben ward
aber schon vor 1427 durch „Gretli’s“ Tod gelöst. Von seiner zweiten
Frau Anna von Ems, die schon 1432 von hinnen schied, meldet
uns keines seiner Lieder. Aber die Stelle III, 2, 20 ff.:
vor angst slaeh ich inein kinder
oft hinhinder.
so kompt ir mueter zue gebraust,
zwar die beginnt zu schelten;
gab si mir aines mit der fällst,
des muest ich ser engelten.
si spricht: „wie liastu nu erzaust
die kind zu ainem zelten!“
ab irem zoren mir da graust,
doch mangel ich sein selten
scharpf mit spelten.
ist zweifelsohne auf sie zu beziehen.
So konnte und durfte Oswald von Margaretha nicht sprechen
und es klingt wie Sehnsucht nach seiner innig geliebten ersten Frau,
wenn er in dem nämlichen Liede früher klagt:
Vil gueter witz der gieng mir not,
seid ich muess sorgen umb das prot,
darzue so wirt mir vil gedrot,
und tr ö s t mich n i e n a m ü n dli rot; 3 )
0 Vrgl. dafür lieht mir ain rotter mund
von Swaben her. S. 212.
Ain stolze Swnbin das bewärt,
an der sich nie kain tadel vand. S. 212.
2 ) Vrgl. S. 160. 16t. 172. 173. 176. 178. 182. 189. 201. 211. 212. u. a.
3 ) Margaretha nennt er ja seine Trösterin LVF, 1. Von ihr sagt er:
darnach ein edel R und E
mich trösten sol