Skip to main content Jump to sidebar

Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

644

Z  i  n  sr  e  r  1  e

Wie  sehr  sich  unser  Dichter  mit  der  Volkssprache  und  mit
Volkssprüchen  vertraut  gemacht  hat,  zeigen  uns  die  häufigen  Sprichwörter, ­
  die  er  gebraucht.  Nicht  leicht  ein  Zweiter  hat  das  Sprichwort ­
  und  die  sprichwörtliche  Redeweise  so  oft  benützt,  wie  er.  Die
folgende  Auslese,  welche  auf  ganze  Vollständigkeit  keinen  Anspruch
erhebt,  mag  dies  beweisen.
Die  gehen  muet,  als  saekvvein  vieli.  S.  33,
wann  er  geit  freud  und  hohen  muet
recht,  als  der  sack  dem  esel  tuet.  S.  35.
genesch  wil  haben  allzeit  sieg.  S.  38.
zwar  mir  sait  ainst  ain  weise  mugg,
geleiehe  piird  precli  nienul  den  rugg,
und  siechte  gwinn  ain  edle  prugg.  S.  39.
wer  überwell,  der  überwalzt.  S.  39
ain  iegklichs  gevelt  im  selber  wol,
des  ist  die  weit  der  narren  vol.  S.  39.
wer  nie  laid  versuecliet  hat,
wie  mag  er  freud  ervaren?  S.  40.
die  pfeiffent  dir  mit  grillen
zu  tanz  auff  ainer  tillen.  S.  43.
und  hiessen  mich  ein  lappen
in  seiner  narrenknppen.  S.  44.
in  grossen  wassern  michel  visch
facht  man  mit  garnen  strecken.  S.  45.
ie  zarter  kind,  ie  grösser  ruet.  S.  47.
Ich  hör,  wer  übel  leihe,  das  sei  ain  böser  gelt.  S.  51.
wer  ainen  wigt
nach  schauen,  der  pfligt
der  witze  nicht.  S.  55.
er  sprach:  ia  werden  solcher  leut
von  bomen  nicht  geboren.  S.  61.
ain  miie  die  andern  vindt,
wers  alles  wil  besorgen.  S.  70.
der  tod  die  leng  vil  saeh  rieht  slieht
und  mangen  krumpen  sin.  S.  70.
wann  alte  sünd  pringt  newe  schäm,
hör  ich  die  weisen  sagen.  S.  75.
ie  lieber  kind,  ie  grösser  besen.  S.  79.
darumb  so  dringt  da  manger  stuel
            
Waiting...

Note to user

Dear user,

In response to current developments in the web technology used by the Goobi viewer, the software no longer supports your browser.

Please use one of the following browsers to display this page correctly.

Thank you.