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Z i n g- e r I e
mahnt an den von Labers. Gewiss kannte aber Oswald Freidank’s
Bescheidenheit, was sich aus dem Gedichte XXII, S. 83 ergibt, das
auch lehrreich für die Bearbeitung fremder Vorlagen von unserm
Dichter ist. Man vergl.:
Wer hie umb diser weide lost
sein ewig freud dort geben wil,
zwar des gewerb, gewinn noch flust
ich halten wil auf kainem spil.
Secht, der betreugt sich selber zwar,
und paut auf ainen zweifei gar,
das sag ich eu fürwar XXII, 1,1.
vrgl. swer umbe dise kurze zitdie
ewigen früude glt,
der hat sich selbe gar betrogen
und zimbert üf den regenbogen. Fr. 1, 7.
Auch wer die sei sein wil bewaren,
damit si wol versorget sei,
der lass die glust hie ierdisch varen,
und hiiet sich vor den sünden frei. „1, 8.
vrgl. swer die sele wil bewarn,
der muoz sich selben läzen varn. Fr. 1, 13.
Wer merken wolt sein missetat,
der hett der meinen vil guet rat
zue melden frne und spat. „1, 12.
vrgl. swer merket sine missetat,
die mine er ungemeldet lat. Fr. 34, 1.
Und wer zwain herren dienen sol
und die ungünstlieh sein in ain,
zwar der bedarf geliickes wol,
das er sein dienst nützlichen lain. „1, IS.
vrgl. w r er zwein herren dienen sol,
der bedarf gelüekes wol. Fr. 50, 6.
Von wen ain man hat ereil grund,
der schäm sich des zu kainer stund. „1, 19.
vrgl. swä von ein man sin ere hat,
schämt er sich des, deist missetat. Fr. S3, 9.
Es ward kain fürste nie so reich,
gleich