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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

626  Zingerle
Ein  Lied  (WeberS.  114)  findet  sich  inHagen’s  Minnesingern  III,
306 b  ff.
Auf  der  k.  Hof-  und  Staatsbibliothek  in  München  fand  ich  folgende ­
  Ausbeute.  DerCodex  germ.  379  vom  Jahre  1454,  Papier  in  4°,
225  Bl.  enthält  neben  anderen  Gedichten,  namentlich  hübschen,  wenn
auch  nicht  erbaulichen  Erzählungen,  folgende  Lieder,  die  dem  Oswald ­
  zugeschrieben  sind:
bl.  lll a  Wolanff  wir  wellen  slnffen.  Weber  S.  49.
bl.  Il8 b  Mein  traut  gesell  und  liebster  hört,  fehlt  in  den  Handschriften ­
  und  hei  Weher.
bl.  119 b  enthält:  „Wolkenstainer.“
Si  hat  mein  herz  getrolTen,
die  schön,  die  wolgemuet  etc.,  das  in  den  andern  Handschriften ­
  und  hei  Weber  fehlt.
bl.  120*:  „Wolkenstainer.“
Zu  hurss,  so  spricht  her  Michel  von  Wolkenstaine.  Weber
S.  50.
Die  Überlieferung  beider  dem  Oswald  sicher  angehörigen  Gedichte ­
  ist  sehr  schlecht.
Die  Handschrift  3897.  XV.  Jahrh.  2°.  330  Bl.  enthält  bl.  195’
bis  196 b  den  von  Oswald  gereimten  Kalender.  Weber  S.  281—286.
Am  Ende  heisst  es  :  „Den  Kalender  hat  von  newen  dingen  gemacht
der  edel  Oswald  von  Wolkenstain.“  Der  Kalender  ist  von  der  nämlichen ­
  Hand  geschrieben,  die  hl.  194 b  beisetzte:  „Explicit  über  per
manus  Oswaldi  Holer  Brixinensis  diocesis  tune  temporis  scriptor
dominorum  de  Starkemberg  nee  non  domini  Johannis  vom  Tor  ze
Horenstain  anno  domini  millesimo  quadringentesimo  vigesimo  octavo
in  crastina  sancti  Martini.“
Der  Codex  germ.  4871  vom  J.  1461,  Papier  in  4».  146  Seiten,
enthält  eine  Abschrift  des  Lohengrin  ,  dann  p.  135  das  Lied:.
„Wolkenstain“.
Mir  dringet,
zwinget,
fraw,  dein  guet
mein  gemuet  etc.,
das  dem  Wolkensteiner  wohl  angehören  könnte,  aber  in  den  Handschriften ­
  fehlt.
            
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