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M u s s a f i a
eine Version, in welcher die Scene nach Rom verlegt wird. Die Stadt
wird belagert und grosser Mangel an Lebensmitteln macht sich fühlbar;
da lässt der junge König auf Anrathen seiner Altersgenossen alle
alten Leutetödten. Nur ein junger Mann, im Einverständnis mit seiner
Frau, versteckt seinen Vater in einen unterirdischen Raum. Nach geschlossenem
Frieden herrscht grosse Unordnung in der Stadt, welche
nur von jungenLeuten regiert wird. Der alte Mann, dem sein Sohn Alles
berichtet, zeigt ihm den Weg zum Besseren. Der Sohn lässt die empfangenen
Rathschläge hei Hofe gelten; tant se pena en tel moniere
Que moult mist le roi ä mesure Tant k'il /ist reson et droiture . . .
Li rois Vama et einer le tint .... N'i ot md ke il amast tant. Die
anderen Höflinge, neidisch darüber, argwöhnen der Alte lebe noch,
von ihm kämen die weisen Lehren. Sie wagen nicht, auf diese blosse
Vermuthung hin, den jungen Mann des Ungehorsams anzuklagen,
und ersinnen eine List. Sie ermuthigen den König, ein Fest auszuschreiben,
hei welchem Jeder Freund, Feind, Diener und Lustigmacher
mitnehmen soll; denn sie denken, der verhasste Gefährte wird gewiss
den Alten als seinen besten Freund mitnehmen. Letzterer aber durchschaut
die List, und sagt seinem Sohne: er solle den Hund, den Esel,
das Kind und die Frau mitnehmen. Als die Frau sich als Feindin bezeichnen
hört, verräth sie Alles.
Manche Eigenthümlichkeit im Gange der Erzählung bietet die
letzte der Cento novelle antiche.
Ein junger König hatte ein Mädchen geheiratet, die mehr zum
Bösen als zum Guten geneigt war. Die Gegenwart eines alten Rathgebers
des Königs wird ihr lästig, und sie überredet ihren Gemahl,
alle Männer über sechzig Jahre tödten zu lassen. Nach einiger Zeit
hat der König einen unheilverkündenden Traum; er beruft seine
Räthe; sie sind aber alle jung, und vermögen nicht den Traum zu
deuten. Da werden nach einem benachbarten Lande, wo [Viele alte
Leute lebten, Boten gesandt. Diese erhalten zur Antwort, der König
solle seine Unterthanen auffordern, an einem bestimmten Tage bei
Hofe mit Freund, Feind und Lustigmacher zu erscheinen; wenn sich
Einer fände, der diese Aufgabe zu lösen verstünde, der würde auch
den Traum deuten können. Nun hatte ein junger Manu seinen Vater
geschont und in einer geheimen Kammer versteckt; seine Frau hatte
Kunde davon erhalten. Auf Anrathen des Vaters bringt er zum König