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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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M  u  s  s  a  f  i  a

Dass  Meon's  Ausgabe  nicht  erwähnt  wird,  ist  weniger  auffallend;
die  nicht  angenommene  Ansicht  wurde  ignorirt.  Wohl  aber  spielt  darauf ­
  an  ein  anderer  Artikel  (von  Amaury  Duval),  in  demselben  Bande,
S.  825,  wo  von  Thihaud  die  Rede  ist:  „On  lui  attribue  dans  quelques ­
  ouvrages  lesstances  sur  la  mort.  On  ne  douteguhre  aujourd'hui
qu  eiles  ne  soient  d’  Hdlinand,  aateur  d'un  tout  autre  mdrit“.
Im  Jahre  1843  endlich  druckte  Buchon  das  Gedicht,  welches  er
wohl  als  unedirt  betrachtete,  noch  einmal  ab*).  Er  benützte  die  Hs.
zu  Montecassino  209,  welche  33  Strophen  enthält  und  liess  sich  in
keine  Untersuchung  über  den  Verfasser  ein.  Andere  Ilss.,  welche  das
Gedicht  (wie  es  scheint  alle  anonym)  enthalten,  wären  423  (==  7024,
nach  Paulin  Paris,  Manuscrits  frangais  IV  73,  49  Strophen  in  anderer ­
  Anordnung  als  hei  Meon),  837  (=7218),  1444  (=7334,
50  Strophen),  1593  (=  7615,  früher  Fauchet,  also  wahrscheinlich
Loisel’s  Quelle).  Bei  der  Besprechung  der  ersten  neigt  sich  Paris  der
Ansicht,  der  Verfasser  sei  Thibaud  de  Marly.  Der  Catalogue  des  manuscrits ­
  frangais  de  la  bibliotlieque  imperiale  sagt  hei  der  ersten
Hs.:  Vers  sur  la  mort,  attribuds  par  les  uns  ä  Hdlinand  et  par  les
autres  ä  Thibaut  de  Marly;  hei  den  anderen  Ilss.  wird  das  Stück
anonym  angeführt.  In  dem  Schlussworte  zum  Barlaam  und  Josaphat
des  Gui  de  Cambrai  (Stuttgart  1864,  S.  335)  sagen  die  Herausgeber,
Meyer  und  Zotenberg,  unser  Gedicht  werde  „ohne  genügenden  Grund“'
dem  Helinand  zugesehrieben;  Meyer  indessen  theilt  mir  brieflich  mit,
seine  Zweifel  seien  nunmehr  gewichen.
Ein  Schwanken  in  Anzahl  und  Anordnung  der  Strophen  wird  in
den  meisten  Hss.  zu  beobachten  sein;  die  Beschaffenheit  des  Gedichtes, ­
  welches  aus  zumeist  nur  lose  zusammenhängenden  Betrachtungen
besteht,  gab  dazu  gar  leichte  Veranlassung.  Die  Hs.  von  Pavia  enthält ­
  49  Strophen,  die  nämlichen  wie  bei  Meon,  nur  in  folgender  Ordnung: ­
  1  —  17.  24—26.  18.  20.  19.  21  —  23.  27—41.  43—47.  42.
48.  49.
Bei  Buchon  stimmen  1—49  mit  Meon  überein,  es  folgt  als
50.  Strophe  jene,  welche  Meon  als  Anhang  druckte,  und  seiner  Angabe ­
  nach  die  25.  in  der  Hs.  1444  ist;  endlich  noch  drei  neue.

O  Nouvelles  recherches  historiques  sur  la  principaute  frangaise  de  Moree  .  .  .  par
Buchon.  Paris  1842,  II  364.  Das  Buch  ist  wieder  zu  Paris  1845,  mit  verändertem
Titel,  erschienen.
            
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