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Full text : Sitzungsberichte / Akademie der Wissenschaften in Wien, Philosophisch-Historische Klasse Sitzungsberichte der Philosophisch-Historischen Classe der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften, Wien, 64. Band, (Jahrgang 1870)

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Conze.  Zur  Geschichte  der  Anfänge  griechischer  Kunst.

hellen  Figuren,  ja  können  jünger  als  viele  von  diesen  sein,  ohne  dass
es  Jemand  darum  für  weniger  sicher  halten  wird,  dass  die  Malerei
von  Vasen  mit  schwarzen  Figuren  im  Ganzen  die  ältere  gewesen  ist.
Die  Anwendung  dieses  Beispiels  auf  den  Gegenstand  unserer  Besprechung ­
  liegt  auf  der  Hand.  Wir  besitzen  wirklich  noch  viele  von
denGefassen  mit  jener  Bemalung  primitiven  Styls,  die  in  ihrer  ganzen
Art  den  Eindruck  einer  späten  Verfertigung  mit  nur  handwerksmässigem
  Festhalten  einer  althergebrachten  und  immer  mehr  verwischten
Manier  machen.  Die  Töpferei  war  ja  auch  durchaus  keine  führende
Kunst.  Diese  Classe  von  Arbeitern  konnte  besonders  leicht  an  dem
sonst  ganz  Aufgegebenen  noch  hängen  bleiben.  Namentlich  machen
mir  die  verwandten  auf  Kypros  gefundenen  Gefässe,  welche  ich  sah,
diesen  Eindruck.  Kypros  war  ja  einer  jener  Winkel,  wo  sich  Altertlnimliches
  zuletzt  als  Fratze  besonders  lange  erhielt.  Ob  ein  einzelnes
Exemplar  früher  oder  später  gemacht  ist,  diese  Frage  hat  aber  überhaupt ­
  geringe  Bedeutung.  Mag  auch  kein  einziges  der  uns  erhaltenen
Gefässe  in  das  zweite  Jahrtausend  vor  Chr.  zurückreichen,  das  Gesammtbild
  einer  so  hochalten  und  weiter  zurückreichenden  Kunstweise ­
  bewahren  sie  uns  alle  zusammengenommen  doch.
            
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